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  • Verlässlichkeit und Qualität von Quellen

    Verlässlichkeit und Qualität von Quellen

    „Ein Auto, ein Computer, ein Mann “.[1]

    So oder so ähnlich begann die Serie Knight Rider in meiner Jugend, die man, dank gefühlten 1000 Fernsehsendern auch jetzt noch schauen kann. Zufällig zappe ich in das Intro, denke mir, dass die Zeit die Serie irgendwie überholt hat – und damit meine ich nicht, dass David Hasselhoff sich als Sänger bezeichnet. In der Regel reichen bei mir 5 Minuten 80er Nostalgie als maximale Dosis, ich zappe auf die Nachrichten und höre von einem Tesla, dessen Batterie gebrannt hat. Doch nix mit „überholt“ also, denke ich.

    Als Teslafahrer beschließe ich jedoch der Sache auf den Grund zu gehen, wer will schon im Auto eine Sitzheizung mit offener Flamme. Ich mache mich also auf die Suche nach der Quelle der Neuigkeiten und stelle fest, dass dies eine Meldung des ORF Tirol ist[2]. Die Meldung wurde offenbar unhinterfragt von ziemlich allen Medien ohne weitere Prüfung übernommen.

    Als Wissenschaftler fällt mir da neben dem Begriff „Quelle“ auch sofort „Validität“ ein,

    also die Überprüfung der Verlässlichkeit einer Aussage. In der Wissenschaft kann man Dinge nicht einfach behaupten, deren Ursprung muss mit Daten belegbar sein, die wiederum nachvollziehbar sein müssen. Kann man Daten nicht überprüfen, dann kann man zwar Behauptungen aufstellen, jedoch keine Hypothesen darauf aufbauen.

    Im Falle der brennenden Batterie des Tesla stellte sich übrigens heraus, dass nicht die Batterie, sondern das Kühlmittel der Klimaanlage brannte, der Akku selbst blieb sogar unversehrt vom Brand[3]. Die Quellen hierzu sind valide. Die Bilder des Akkus des betroffenen Autos zeigen ihn unversehrt, Expert_innen haben dies zusätzlich empirisch überprüft. Im Vergleich zu Elektroautos kommen laut Martin Winter vom Forschungszentrum Jülich Autos mit Benzin- oder Dieselmotor auf etwa 90 Fahrzeugbrände pro einer Milliarde gefahrener Kilometer im Gegensatz zu zwei Bränden pro einer Milliarde Kilometer bei Tesla[4].

    Quellenangaben kritisch zu hinterfragen sollte also nicht nur bei wissenschaftlichen Arbeiten, sondern auch im Alltag mit omnipräsenter Medienflut zu einer täglichen Routine werden.

    Es gehört zu den oft genannten digitalen Kompetenzen, Informationen nicht nur schnell, sondern auch valide zu konsumieren.

    Michael Knight hat sein Auto übrigens auch über seine Smart Watch rufen können – da hat die Wissenschaft noch Ziele auf die sie hinarbeiten kann – obwohl, … Moment, da war doch schon was … Doch mehr dazu in einem der nächsten Blogs zum Thema Smart Watches.

    [1]        „Knight Rider“, Wikipedia. 22-Okt-2019.
    [2]        „Brennender Tesla muss in Kühlcontainer“, tirol.ORF.at, 04-Okt-2019. [Online]. Verfügbar unter: https://tirol.orf.at/stories/3015765/. [Zugegriffen: 11-Dez-2019].
    [3]        symple.ch, „Er ist draußen | AUTO & Wirtschaft“, Er ist draußen | AUTO & Wirtschaft. [Online]. Verfügbar unter: https://autoundwirtschaft.at/news/32808-er-ist-draussen. [Zugegriffen: 11-Dez-2019].
    [4]        „Internationales Wiener Motorensymposium“. [Online]. Verfügbar unter: https://wiener-motorensymposium.at/. [Zugegriffen: 11-Dez-2019].

  • Was ist für wen „normale“ Lehre?

    Was ist für wen „normale“ Lehre?

    Was bedeutet „normale“ Lehre? Was ist „normal“? Nach der Meinung vieler Menschen: Normal ist was die meisten Leute tun. Alle anderen Sachen sind einfach anders.

    Auch bei der Lehre ist das so. Wenn man täglich – oder mindestens viermal in der Woche – auf die Fachhochschule (FH) fährt, ist das normal. Wenn man nur dreimal im Semester zur FernFH fährt, ist es einfach anders. Das sind wir.

    Unsere Lehre ist die Fernlehre.

    Ich war 13 Jahre lang in der „normalen“ Lehre tätig. Jeden Tag war ich an der FH, habe meine Vorlesungen, Programmierstunden oder etwas ähnliches gehalten. Das heißt: um 6:00 in der Früh aufstehen, um 7:30 in der Arbeit sein, bis 15:00 Uhr unterrichten. Dann natürlich noch Tests verbessern, ein paar Fragen beantworten, Bachelorarbeiten betreuen usw. Jeden Tag, von Montag bis Freitag.

    Heute bin ich nicht mehr in der „normalen“ Lehre tätig, sondern in der Fernlehre. Das schaut ganz anders aus, da die Studierenden nur sechs Tage im Semester an der FernFH anwesend sind.

    Oder doch nicht?

    Ich stehe um 6:00 auf, um 7:30 bin ich in der Arbeit. Ich arbeite zirka bis 16:00 Uhr. Jeden Tag, von Montag bis Freitag. Gibt es dann einen Unterschied? Ja. Ich halte nicht jeden Tag Vorlesungen, Programmierstunden oder etwas ähnliches.

    Bei der „normalen“ Lehre sind in einem Kurs mindestens 25 Studierende. In diesem Fall hat man zwei Optionen:

    • während des Programmierens entweder alle Fragen beantworten und fast gar nicht im Stoff weiterkommen, oder
    • fast keine Fragen beantworten und im Stoff einfach weitergehen.

    Beides ist keine gute Lösung. Wir haben uns darüber noch keine Gedanken gemacht, dass die Studierenden unterschiedliche Niveaus im Programmieren haben …

    An der FernFH habe ich oft 80 statt 25 Studierende. Aber diese 80 Studierenden lernen alles selbst. Einige erst in der letzten Woche, andere schon ab der ersten Woche des Semesters.

    Die Zeit können sie sich selbst einteilen, und sie können jederzeit Fragen stellen.

    Es gibt die Möglichkeit, die Unsicherheiten untereinander zu besprechen, oder mich zu fragen. Dafür bin ich da.

    Meine Aufgabe ist es, die Studierenden zu unterstützen.

    Egal ob sie den Stoff in einer Woche oder in drei Monaten durcharbeiten können. Natürlich müssen es alle bis zur Prüfung schaffen.

    Ich habe jetzt einen großen Vorteil, der in der „normalen“ Lehre nicht möglich war: es gibt endlich Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden. Es gibt genug Zeit, Fragen zu beantworten, neue Beispiele auszuarbeiten, sofortiges Feedback zu geben. Wenn Wichtiges fehlt, kann ich per Skype auch wöchentlich Vorlesungen anbieten.

    Jede_r Studierende kann im eigenen Tempo weitergehen, muss keinen Stress wegen Fragen haben, sich Sorgen machen was die anderen glauben, wenn sie etwas fragen, …

    Komischerweise hatte ich während der 13 Jahre in der „normalen“ Lehre viel weniger Kontakt mit meinen Studierenden gehabt, als im letzten Jahr an der FernFH – trotzdem wir uns jede Woche gesehen haben.

    Das macht mich glücklich.

    Ich kann Studierende jetzt richtig unterstützen und nicht nur lehren. Kann ihnen die Kenntnisse, die sie brauchen, vermitteln.

    Ich hoffe, dass das meine Studierenden auch glücklich macht und viel Freude beim Lernen bringt!

    Wir haben aber jetzt eine Sondersituation….

    Seit Montag 16.03.2020 dürfen aufgrund der Situation in Zusammenhang mit COVID-19 keine Studierenden mehr im Hochschulbereich vor Ort zu sein. Sie müssen alles von zu Hause erledigen. Kein Frontalunterricht, keine Präsenzveranstaltungen, keine persönlichen Gespräche mit den Betreuer_innen und/oder Studienkolleg_innen.

    Das ist eine sehr spezielle Situation.

    Die Studierenden müssen sich darum kümmern, alles alleine zu besorgen und zu erledigen.

    Die Lehrenden müssen alle Lernunterlagen irgendwie den Studierenden mitteilen, Skype oder Teams Gruppen erstellen, statt persönliche Kontakte alles online machen.

    Für uns an der FernFH ist das eigentlich ganz normal.

    Oder doch nicht? Wir dürfen auch nicht mehr an die FernFH gehen, wir müssen von zu Hause arbeiten. Natürlich vermisse ich meine Kolleg_innen sehr. Es ist schön zu Hause zu sein, aber man braucht soziale Kontakte. Wenn ich dieses Gefühl habe, mache ich einen Kaffee für mich, und skype mit meinen Kolleg_innen. Wir trinken gemeinsam einen Kaffee. 🙂

    Von der Arbeitsseite her ist es eigentlich nicht anders. Ich bereite meine Online-Tests vor, ich betreue meine Studierenden, wie immer – ONLINE.

    In unserer Arbeit gibt es zum Glück keine Pause, keine große Besonderheit – außer, dass unsere FernFH am 17.03.2020 die ersten Online-Abschlussprüfungen in Österreich erfolgreich durchgeführt hat. Sonst läuft alles, wie gewohnt.

  • Statistik online lehren – Is that even possible?

    Statistik online lehren – Is that even possible?

    Wie mir oft in Aufnahmegesprächen berichtet wird, haben viele Bewerber_innen Angst vorm Statistik Unterricht. Wird, wie dies an der FernFH üblich ist, Statistik online gelehrt, dann entstehen noch zusätzliche Unsicherheiten, da bei Verständnisproblemen nicht direkt nachgefragt werden kann. Meine Erfahrung zeigt, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss.

    Studierende können durch die asynchrone Kommunikation in ihrem eigenen Tempo lernen.

    Dabei müssen die Lehr- und Lernmaterialien jedoch unterschiedliche Lerntypen ansprechen. Ich stelle meinen Studierenden ein Studienheft zur Verfügung, das in übersichtliche und gut strukturierte Kapitel unterteilt ist. Dieses Studienheft können sie online lesen oder bei Bedarf ausdrucken. Des Weiteren verlinke ich zu allen wichtigen Dingen im Studienheft auch Videos auf der Online-Lernplattform (Moodle) und folge hierbei der Logik des Studienheftes. Es existieren bereits viele gute Statistikvideos, daher ist es hier nicht nötig das Rad neu zu erfinden und selbst Videos zu drehen.

    Ein wichtiges Kernstück meiner Statistiklehrveranstaltung sind 16 Aufgaben, die von den Studierenden im Laufe des Semesters allein zu lösen sind. Auch diese Aufgaben folgen dem Aufbau des Studienheftes und wiederholen das Gelernte nochmal intensiv.

    Für die Abgabe der Rechenbeispiele verwende ich in Moodle die Aktivität „Test„. Jede Aufgabe ist daher als Test in Moodle zu finden und die Studierenden tragen ihre numerischen Ergebnisse dort ein und beantworten zusätzliche inhaltliche Fragen. Damit die Studierenden schon vorab Fehler erkennen können, gebe ich im Online-Forum Hinweise, in welchem Zahlenrahmen sich die Lösung befindet.

    Dies motiviert die Studierenden, und regt sie zum Rechnen an.

    Studierende können aktiv im Forum nachfragen, falls Schwierigkeiten beim Verständnis der Inhalte des Studienheftes oder bei der Lösung der Aufgaben auftreten. Dabei animiere ich Studierende, die die korrekte Antwort schon wissen dazu sich einzubringen und ihre Kolleg_innen bei der Lösungsfindung zu unterstützen. Durch diese zusätzliche Reflexion haben fortgeschrittenere Studierende einen weiteren Übungseffekt. Natürlich ergänze ich die studentischen Beiträge mit Informationen dazu, ob diese passen und füge Erklärungen in meinen eigenen Worten an.

    Nachdem die Deadline für die Abgabe verstrichen ist, wird ein Lösungsfile freigeschalten und die Studierenden können ihre eigenen Lösungen mit einer korrekten Lösung vergleichen. Zusätzlich werden die Tests, bei denen die Studierenden ihre Lösungen eingetragen haben, automatisch ausgewertet.

    Automatische Auswertung der Tests

    Haben die Studierenden bei einem Test alle Punkte erreicht, wird ihnen bei diesem ein animiertes Bild gezeigt, das ihnen gratuliert. Die Rückmeldungen der Studierenden zeigen, dass sie diese kleine Form von Gamification sehr motiviert und dass sie sich extra anstrengen, nur um das Bild zu sehen.

    Die anfänglich berichtete Angst ist bei den Evaluierungen wie verflogen und im Vordergrund steht der Spaß, den die Studierenden beim Lernen von Statistik in meiner Lehrveranstaltung hatten.

  • Lass es mich tun und ich werde es können….

    Lass es mich tun und ich werde es können….

    Am Anfang war die Theorie. Wie Lerntransfer gelingen kann.

    Der Studierendenalltag ist gefüllt von komplexen Theorien, die entdeckt werden wollen. Die Grundlagenfächer eines wissenschaftlichen Studiums an der FernFH beinhalten meist viele Theorien und Konstrukte. Diese sind wichtig, um ein tiefergehendes Verständnis für die Materie zu erlangen. Gerade die Wirtschaftspsychologie ist voll davon.

    Wie gelingt es nun, diese prüfungsrelevanten Ansätze in unseren Köpfen so zu verankern, dass sie replizierbar und anwendbar werden?

    Das Leben bietet die Bühne, um Theorien in Szene zu setzen.

    Studien besagen, dass der Lerntransfer am besten dadurch gelingt, wenn Wissen aktiv angewendet wird (Bloom et. al, 1956).

    Die Theorie des geplanten Verhaltens (Ajzen, 1985) lässt sich beispielsweise gut anhand nachhaltiger Ernährung erklären. Mit der Norm der Reziprozität (Goulder, 1960) kann man die Mitarbeiter_innenbindung im eigenen Unternehmen veranschaulichen. Persuasionstechniken, wie etwa die „Foot-in-the-door Technik“ (Fredmann & Fraser, 1966) wird in der Kindererziehung sichtbar, wo oftmals kleinen Bitten große Bitten folgen.

    Unser Alltag und Berufsalltag sind voller guter Beispiele für diese Theorien.

    Gehen Sie auf die Suche und analysieren Sie!

    Haben Sie eine Geschichte, verknüpfen Sie die Lerninhalte auf emotionale Weise und verankern diese im Gedächtnis (Sprenger, 2011). Die Reproduzierbarkeit bei einer Prüfung fällt Ihnen leichter und Ihr Wissen wird für Sie schneller zugänglich.

    Auch wenn Ihnen die hier angeführten Theorien fremd erscheinen mögen, tut dies nichts zur Sache. Andere Lerninhalte bieten sicherlich auch genug Stoff, um die Bühne mit Leben zu füllen.

    ….und für all jene, die tiefer in die Theorien eintauchen möchten, es gibt dazu künftig mehr Content!

    Tun Sie es und Sie werden es können!

    Literaturverweise:

    Ajzen I. (1985) From intentions to actions: A theory of planned behavior. In: Kuhl J, Beckman J (eds) Action-control: From cognition to behaviour. Springer: Berlin Heidelberg New York Tokyo

    Bloom, B. S./Englehart, M. D./Furst, E. J./Hill, W. H./Krathwohl, D. R. (1956). The Taxonomy of educational objectives, handbook I: The Cognitive domain. New York: David McKay Co., Inc.: New York

    Freedman, J. L./Fraser, S. C. (1966). Compliance without pressure: The-foot-in-the-door technique. Journal of Personality and Social Psychology, 4, 195–203.

    Gouldner, A. W. (1960). The norm of reciprocity: A preliminary statement. American Sociological Review, 25(2), 161–178.

    Sprenger, M. (2011). Damit was hängen bleibt. Beltz Verlag: Weinheim Basel

  • Mein erstes Mal – online!

    Mein erstes Mal – online!

    Es ist über sieben Jahre her. Da bin ich im damaligen Büro der FernFH in der Lothringer Straße gesessen. Herbert Schwarzenberger mir gegenüber. Er erläuterte mir das Konzept des Blended Learning an der FernFH.

    Eine Einführungsvorlesung, dann folgen acht Wochen Fernlernphase.

    Da spielt sich alles im Online Campus ab. In der darauffolgenden Präsenzphase wird dann die Prüfung abgehalten. Und hier – er schiebt mir die Modulbeschreibung zu – das hier sind die Lehrinhalte der LV.

    Ich stockte. „Wie soll das funktionieren? Wie soll ich den Studierenden diese abstrakten Theorien vermitteln, wenn ich sie nur 90 Minuten mir gegenübersitzen habe, und sie den Rest der Zeit allein zu Hause vorm Computer sitzen? Dachte ich mir, oder sprach ich das auch laut aus?

    Ok: Challenge accepted – es wird schon funktionieren.

    Zu Hause machte ich mich an die Konzeptionsarbeit. Gut, Lernstoff erarbeiten, das geht ja noch. Die Studierenden lesen die LV-Literatur. Zur Wiederholung gebe ich ihnen Lernkontrollfragen, die sie im LV-Forum beantworten.

    Und wie weiß ich, ob sie auch verstanden haben, was sie da gelesen haben?

    In der Präsenzlehre sehe ich meist schon an den Gesichtern, ob mein Gesagtes verstanden wurde. Reicht es aus im Forum zu diskutieren? Bin ich da nicht total abhängig davon, ob und welche Fragen die Studierenden stellen? Unsicherheit machte sich bei mir breit.

    In meiner Laufbahn als Lehrende habe ich ja schon etliche LVs und Workshops konzipiert. Ausgangspunkt waren dabei immer die Lerninhalte und der Kompetenzerwerb. Die Inhalte, die ich vermitteln möchte, standen im Zentrum. Der Input von mir war immer zentral. Ergänzt durch Fragen an das Plenum oder auch kleinen Übungen. Das ist in der Fernlehre ähnlich, Übungen und Fragen sind besonders wichtig, damit die Studierenden den Lernstoff verarbeiten. Der Unterschied ist, dass in der Präsenzlehre der Lern- oder besser der Lehrprozess sehr genau von mir gesteuert ist.

    Ich gebe den Takt vor.

    Zuerst Input von mir, eine Zwischenfrage an das Plenum oder eine Übung, Reflexion und Aufarbeitung, Abschluss und Ende. Das ist in der Fernlehre anders. Wenn ich eine Frage stelle, kann es sein, dass niemand antwortet, Diskussionen in den Kleingruppen bekomme ich überhaupt nicht mit, weil sie an anderen Orten/Plattformen stattfinden. Die Gruppen bekommen dadurch voneinander auch kaum etwas mit. Damit ist es möglich, dass die Lernprozesse der Studierenden sich anders entwickeln, als ich es vorhergesehen habe. Ergebnisse von Übungen kann ich dafür viel genauer lesen und befeedbacken, weil ich nicht stante pede reagieren muss.

    Damit sind meine Aufgaben als Lehrende in der Fernlehre andere. Es ist viel weniger wichtig, dass ich den Lehrstoff eloquent und interessant präsentiere und sofort die fachlich richtige Antwort auf eine Frage habe. Wichtiger ist es, den Lehrinhalt zuerst im Vorfeld, und dann auch laufend immer wieder, gut zu strukturieren, zusammenzufassen. Wichtig ist es auch, lose Fäden zu finden und zu vereinen, bei den Studierenden nachzufragen und aktiv Feedback einzuholen. Es rücken auch bei den Lehrenden soziale und methodische Kompetenzen, wie bspw. wertschätzendes Feedback geben oder Textkompetenz mehr in den Vordergrund.

    Ich ließ mich also damals auf das Abenteuer „Online-Lehre“ ein und entwickelte ein passendes Konzept, das bei den Studierenden sehr gut ankam. Aber nicht nur das, …

    … ich kippte regelrecht in die neue Welt der Online-Lehre hinein.

    Ich fand YouTube-Videos in denen die großen Theoretiker_innen ihre Theorien erklärten und stellte sie in den Kurs. Wir hatten spannende Diskussionen im Forum und in einer – auch meiner ersten – Webkonferenz. Inzwischen sieht das Design dieser Lehrveranstaltung anders aus. Ich mache sie immer noch sehr gerne und denke mir immer neue Sachen aus. Ich denke aber auch gerne an mein erstes Mal zurück: „Das kann nicht funktionieren“, habe ich mir damals gedacht. Jetzt weiß ich:

    „Es funktioniert. Sich darauf einlassen und den Studierenden etwas zutrauen, dann funktioniert es.“

  • Studieren aus der Ferne = Überwinden von Distanz

    Studieren aus der Ferne = Überwinden von Distanz

    Bei aller Liebe zu meinem heutigen Job: Das Wort Fernstudium verband ich früher stets mit Distanz. Lernende und Lehrende sitzen nicht am selben Ort. Ja, sie können tausende Kilometer voneinander entfernt und verstreut sein. Es besteht die Gefahr der Isolation – auf allen Seiten. Spätestens in meiner ersten Online-Lehrveranstaltung wurde ich zum Glück eines Besseren belehrt. Soviel Diskussion und intensiven fachlichen Austausch mit so vielen verschiedenen Leuten hatte ich in meiner ganzen eigenen Studienzeit an einer Präsenzuni nicht erlebt.

    Leider geht es aber auch in Online-Kursen, die auf modernsten Technologien basieren, oft noch schlimmer zu als in einem Hörsaal bei einer total antiquierten Frontal-Vorlesung samt Overhead-Nutzung. Alle scheinen zu schlafen. Niemand beteiligt sich. Fragen bleiben unbeantwortet, die wenigen Postings Einzelner unkommentiert. Denn nur weil die Gelegenheit besteht, sich rund um die Uhr zu unterhalten, bedeutet das noch lange nicht, dass die Kommunikation über die Distanz auch tatsächlich funktioniert.

    An der FernFH haben wir uns vorgenommen, Bildungsbarrieren abzubauen und das bedeutet in unserem Kontext eben auch, die Hürden der Online Kommunikation zu nehmen und den so genannten „Digital Divide“ zu überbrücken. Das bedeutet Chancengleichheit beim Einsatz von modernen Technologien im Bildungsbereich zu fördern sowie Kompetenzen für die Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten zu entwickeln.

    Es ist eine zentrale und nicht gerade triviale Herausforderung in der Lehre, Räume online so einzurichten, dass individuelles und gemeinsames Lernen unterstützt und die Nachteile geringerer Zeiten für persönlichen face-to-face Austausch oder auch die fehlende nonverbale Kommunikation kompensiert werden.

    Die Technologik in Online-Kursen: Die Möglichkeiten für intensive Online-Kommunikation sind grenzenlos

    In Online-Kursen steht eine große Palette an technischen Hilfsmitteln zur Verfügung. Michael Moore und Greg Kearsley unterscheiden in ihrem anerkannten Handbook drei Interaktionsmodi:

    • „Learner to Content“: Die Auseinandersetzung mit Inhalten entlang von Materialien in Form von Videos, Podcasts, Glossaren, Quizzes, Texten, Bildern.
    • „Learner to Learner“: Der unmittelbare Austausch zwischen Studierenden untereinander via Chats, via Foren, via Blogs oder auch Wikis.
    • „Learner to Teacher“: Die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden mittels Tools wie synchronen Online Meetings, persönlichen Videos, Webinaren oder asynchronen Diskussionsforen und e-mails.

    Für alle angeführten Beispiele gibt es mittlerweile geniale technische Lösungen, mit deren Hilfe Distanzen überwunden werden können – und über deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten ich gern in einem späteren Beitrag mehr erzähle.

    Studierende können recht frei wählen, mit welchen Mitteln sie Kontakt aufnehmen wollen, um sich auszutauschen. Lehrende können durch die Wahl verschiedener Medien und Lösungen gezielt den unterschiedlichen Vorlieben der Studierenden entgegen kommen. Abseits der technischen Möglichkeiten liegt es vor allem an der jeweiligen Person, wie und ob die Möglichkeiten genutzt werden. Die technischen Möglichkeiten sind stets nur ein Vehikel und garantieren nicht, dass es zu einem lebendigen, begeisternden Austausch kommt oder sich eine Online-Community entwickelt, in der sich Studierende wohl und eingebunden fühlen – und in der sie nicht zuletzt auch gut lernen können.

    Die Psychologik in Online-Kursen: Empathie als „missing link“

    Was braucht es, um Distanz zu überbrücken, Barrieren abzureißen und Grenzen zu überwinden? An erster Stelle: Empathie. Studien zeigen jedoch leider, dass die technologische Vernetzung paradoxerweise von einer Abnahme des Einfühlungsvermögens begleitet wird. Wir alle, Studierende und Lehrende, sollten uns in Online-Kursen daher umso öfter die Frage stellen: Wie geht es dem Menschen auf der anderen Seite – an einem anderen Ort vor einem anderen Computer?

    Online Studieren heißt sich öffnen und sichtbar werden

    Studierende wünschen sich viel Kontakt zu ihren Peers und den Lehrenden. Sie lieben den informellen lockeren Austausch über den Beruf, über Fragen beim Lernen und darüber, wie unlustig es ist, den Freund_innen absagen zu müssen, weil schon wieder eine Prüfung ansteht.

    Studierende haben häufig Hemmungen, sich zu öffnen, die eigene Meinung oder eine konstruktive Kritik zu formulieren, die eigene Position zu argumentieren und auch gegen Widersprüche zu vertreten. Das gilt natürlich auch für ein Präsenzseminar, aber im Internet verschärft sich dies noch, weil es viel leichter ist, „unsichtbar“ zu bleiben. Auch gibt es von Natur aus zurückhaltende oder ängstliche Persönlichkeiten, die lieber beobachten und zuhören, sich nicht so gern mit Persönlichem herauswagen. Und es gibt Studierende, die schlichtweg keine Lust haben, sich zu beteiligten, die lieber zuwarten bis andere Beiträge schreiben und die auf ein Trittbrett zum Mitfahren warten.

    Neues lernen heißt insbesondere in Online-Räumen etwas riskieren und die Grenze zwischen dem inneren Selbst und dem öffentlichen Selbst überschreiten: Wenn ich eine Frage hinschreibe, wird sichtbar und dokumentiert, dass ich etwas nicht verstehe, dass ich Hilfe brauche und ohne eine klärende Antwort gerade nicht weiterkomme. Das erfordert Mut und Überwindung.

    Online Lehren heißt Technik und Menschen „verkuppeln“

    Die Fortschritte bei der Etablierung der Online-Lehre an österreichischen Hochschulen sind noch überschaubar. Das liegt zum Teil am Beharrungsvermögen der Bildungspolitik und der Hochschulorganisationen, aber auch daran, dass viele Lehrende sich nur langsam für die Nutzung von E-Learning erwärmen können und es ihnen auch an Unterstützung fehlt.

    Tatsächlich zeigt sich, dass es gar nicht einfach ist, neben der fachlich inhaltlichen Gestaltung, auch die erprobten Kommunikations- und Moderationskompetenzen aus der Präsenzlehre in den Online Raum hinüberzuretten. Lehrende können nicht unmittelbar erkennen, ob gerade alle einschlafen, die gelangweilt Augen verdrehen oder aber interessiert und motiviert am Lernen sind. Daher gilt es aktiv Fragen zu stellen, die Themen und Lernziele anzukündigen, auch wenn sie schon im Syllabus und den Lehrmaterialien stehen. Es gilt, persönliche Präsenz zu zeigen und immer wieder neu einen lebendigen Austausch anzufachen und zu moderieren.

    Manche Lehrende vermissen online noch die Energie und Interaktivität im Vergleich zur Präsenz, andere vermissen ihre Bühne, den spontanen Witz und Humor, der unsere menschlichen face-to-face Kontakte so unwiderstehlich macht. Bei der Begleitung von Online Studierenden wird auch Hierarchie – nein, nicht Autorität! – abgebaut und man begibt sich in eine dienende Rolle, bestenfalls in eine Coachingrolle. Es gilt genau hin zu hören, was Studierende schreiben, und es ist auch einmal notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen und daraus schlau zu werden, nur um dann erst wieder nachzufragen. Ja, online sind Lehrveranstaltungen intensiver zu planen, sehr gut vorzubereiten und sehr aufmerksam zu betreuen.

    Jedes Mal, wenn es uns gut gelingt, technologische und menschliche Distanzen zu überwinden, warten schöne berufliche Erfahrungen, Überraschungen und vor allem neue Erkenntnisse auf uns. Es eröffnen sich neue Wege in der Welt des Lehrens und Lernens. Aber das ist schon eine nächste Geschichte …

    Literaturlinks:

    • Moore, Michael, & Kearsley, Greg (1996). Distance education: A systems view. Belmont, CA: Wadsworth Publishing
    • Konrath, Sara (2013). The empathy paradox: Increasing disconnection in the age of increasing connection. In Handbook of Research on Technoself: Identity in a Technological Society, Rocci Luppicini (Ed.),(p.204-228) IGI Global
  • Hochschulen: Ist ihr Zustand noch ein Zustand, oder keiner mehr?

    Hochschulen: Ist ihr Zustand noch ein Zustand, oder keiner mehr?

    Hochschulen stehen, wenn sie es ernst meinen, vor einer schwierigen Aufgabe: Sie müssen die Zukunft vorwegnehmen.
    Manchmal ist es hilfreich, dafür auch ein wenig auf die Vergangenheit zu schauen.

    Wie alles begann

    Als weder Buchdruck noch Power Point erfunden waren, mussten sich Studierende an Unis alles merken, was sie lernen wollten. Oder schreiben lernen. Dann konnte man sich in einen Hör-Saal setzen, in dem vorne jemand stand oder saß, der schreiben und lesen konnte und etwas aus seinem Geschriebenen vor-gelesen hat. In den Bankreihen hat man mitgeschrieben, was man so mitbekommen hat.

    Laurentius de Voltolina: Liber ethicorum des Henricus de Alemannia
    Laurentius de Voltolina: Liber ethicorum des Henricus de Alemannia (Wikimedia Commons)

    Anfänglich hatten die Universitäten dafür keine eigenen Häuser oder einen „Campus“. Gelernt und gelehrt wurde, wo Platz war, zum Beispiel in Kirchen oder Privathäusern, oder unter einfachen Vordächern am Straßenrand. „Universität“ war die Gemeinschaft von Individuen, die zusammenkamen, um miteinander zu lehren und zu lernen. Später begann man, eigene Räumlichkeiten für die Lehre zu kaufen oder zu bauen, und im Lauf der Zeit nahmen die physischen Orte für sich in Anspruch, die Universität zu sein. Seitdem geht man „auf die Uni“ oder lehrt „an einer Hochschule“, aber keiner sagt: „Ich bin die Hochschule“. Oder kaum einmal: „Ich bin Teil der Hochschule“.

    1999: Die unabsichtliche Einführung der Zeitdilatation ins Bildungssystem

    Eine der ältesten Universitäten Europas steht in Bologna. Es gibt sie jetzt seit beinahe 1000 Jahren. Und seit 1000 Jahren geht man an Hochschulen ziemlich so vor, wie oben beschrieben. Dass man sich dazu entschlossen hat, das Europäische tertiäre Bildungssystem nach der ältesten Universität zu benennen, die man gefunden hat, hätte eigentlich auch zu denken geben können. Aber es ist nun mal so: Europäische Hochschulen, die auf sich halten, sind stolz darauf, Teil des „Bologna-Systems“ zu sein.

    Die wesentlichsten Merkmale des Bologna-Systems sind: Mehrere Lehrveranstaltungen nennen wir „Modul“ und den angestrebten Output „Kompetenzen“. Die grundsätzliche Lehrmethodik lassen wir aber gleich. Und erklären sie am besten gleich zu einem standardisierten „Löst-Alles-Hier“-Modell (LAHM).

    Nach den ersten drei Jahren Bologna-System erhält man eine Urkunde, die sagt: Diese Person war intelligent genug, sich die vorgelesenen Dinge so lange zu merken, bis sie darüber befragt wurde; sie war hartnäckig genug, das drei Jahre lang durchzuhalten; und sie war konformistisch genug, dabei einem Plan zu folgen, den sich andere ausgedacht und für nützlich befunden haben. Nach weiteren zwei Jahren hat man es darin zum Meister gebracht.

    Wilhelm von Humboldt
    Wilhelm von Humboldt (unter Verwendung einer Lithographie von Franz Krüger)

    Keinesfalls darf in bildungspolitischen Botschaften der Hinweis fehlen, dass man dabei selbstverständlich immer das „Humboldt’sche Bildungsideal“ vor Augen hat(te). – Dabei würden vermutlich die meisten schon daran scheitern die Frage zu beantworten, ob sie damit Alexander oder Wilhelm meinen.

    „Die beste Methode, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten“

    (Alan Kay, Computer Scientist und Jazzgitarrist)

    Das gilt auch für die Zukunft der Hochschulbildung.

    Und damit werde ich mich in meinen nächsten Beiträgen hier auseinandersetzen: Mit der Zukunft der Hochschulen. Zumindest mit einer von mehreren möglichen Ideen einer Hochschule. Jenseits des heutigen Ereignishorizonts.

  • Flexibles Lernen gestalten

    Flexibles Lernen gestalten

    Ich lerne gern, wo ich will, wann ich will und wie ich will.

    Gehören Sie auch zu jenen, die sich an diesen Werbeslogan erinnern? Das zugehörige Unternehmen existiert zwar nicht mehr, die Fernsehspots haben aber einen gewissen Kultstatus erreicht – geadelt durch eine Parodie der „Willkommen Österreich“-Kabarettisten Stermann und Grissemann. Mir blitzt dieser Satz jedenfalls immer unweigerlich auf, wenn ich mich mit der Gestaltung flexiblen Lernens beschäftige. Bei aller Kritik an der – zugegeben recht trashigen – Werbung, die Leistungen dieser „Urmutter der Fernlehre“ sind unbestritten.  Über Jahrzehnte wurden didaktische Maßstäbe gesetzt und selbstbestimmte Lernprozesse initiiert, die auch bildungsferne Schichten angesprochen haben.

    Flexibilität schafft Freiheitsgrade

    Intuitiv wird Flexibilität in Lernprozessen oftmals als zeit- und ortsunabhängig verstanden. U.a. zeigen klassische E-Learning-Formate Ausprägungen in diesen Formen. Relevante Literatur definiert den Begriff breiter und identifiziert weitere, unterschiedlichste Dimensionen (Chen 2003, Li & Wong 2018). Neben den genannten bieten auch die Bereiche Inhalt, Zugangsvoraussetzungen, Bereitstellung, didaktische Gestaltung, Beurteilung und Bewertung, Lernressourcen und Support sowie Orientierung und Ziele konkrete Anknüpfungspunkte. Die Berücksichtigung zumindest einer dieser Dimensionen bei der Gestaltung von Lernumgebungen versetzt Lernende in die Lage, ihre Lernprozesse an eigene Bedürfnisse anzupassen und Verantwortung dafür zu übernehmen, was, wann, wo und wie gelernt wird.

    Innovative E-Learning-Formate unterstützen flexible Lernprozesse

    In der Hochschullandschaft wandelt sich aktuell das Bild der Studierendenschaft hin zu mehr Heterogenität. Eine wachsende Anzahl an nicht-traditionell Studierenden (z.B. Personen mit langer Anreise zu möglichen Studienorten oder familiären Betreuungsverpflichtungen) erfordert die Vereinbarkeit eines Studiums mit Privatleben und oftmals beruflicher Tätigkeit. Flexibilitätsunterstützende Lernsettings können studentische Bedürfnisse nach Vereinbarkeit erfüllen und selbstreguliertes Lernen fördern. Die allgegenwärtige Digitalisierung ist dabei wichtiger Enabler. Innovative E-Learning-Formate, die erst durch neue Technologien ermöglicht werden, schaffen Voraussetzungen für einen niederschwelligen Zugang zu (tertiärer) Bildung.

    Flexibles Lernen hat aber Grenzen, eine hohe Flexibilität ist für Studierende nicht zwangsläufig besser. Ein Zuviel an Wahlfreiheit kann Lernen beeinträchtigen, weniger Anwesenheitsverpflichtung kann fälschlicherweise mit weniger Lernaufwand verwechselt werden. In Fernlehrformaten ist daher verstärkt auf die Selbststeuerfähigkeit, die Integration und die Kommunikation der Studierenden einzugehen. Konkrete Vorgaben und Strukturen in Lernprozessen wirken möglicherweise flexibilitätseinschränkend, können aber auch in flexiblen Lernumgebungen als unterstützend wahrgenommen werden.

    Flexibel. Studieren.

    Hier an der FernFH verfolgen wir den Blended-Learning-Ansatz. Dieser vereint die Vorteile des E-Learnings und der Präsenzlehre, indem konventionelle Lehr-Lern-Szenarien mit Technologie unterstützt und kurze Phasen der Wissensvermittlung mit längeren Phasen des selbstgesteuerten Lernens kombiniert werden. Dies stellt für Studierende ein hohes Maß an Flexibilität bereit, sowohl auf Studiengangs- als auch auf Lehrveranstaltungsebene.

    Gemeinsam mit Kolleg_innen der FernFH möchten wir in weiteren Blogbeiträgen zum Schwerpunkt Flexibles Lernen aufzeigen, wie wir flexible Lernangebote gestalten. Wir zeigen so Wege und Erfahrungen im Kontext der Fernlehre auf, durch verschiedenste Dimensionen flexiblen Lernens die Lernbedürfnisse unserer Studierenden einzuschließen und selbstreguliertes Lernen zu unterstützen. Seien Sie gespannt!