Autor: Anahid Aghamanoukjan

  • Von der Blockade zum Flow: So können auch Sie Ihre Abschlussarbeit fertigstellen!

    Von der Blockade zum Flow: So können auch Sie Ihre Abschlussarbeit fertigstellen!

    Das Studienjahr geht dem Ende zu und das bedeutet für viele von Ihnen, dass Sie Ihr Studium bald abschließen werden. Sie haben Ihre Bachelor- und Masterarbeiten fertigstellen können und werden diese in den nächsten Wochen vor einer Prüfungskommission präsentieren und verteidigen. Dafür gebührt Ihnen die höchste Anerkennung und Gratulation!

    Für manche geht sich der Studienabschluss im Juni nicht aus

    Manchen allerdings ist es aufgrund beruflicher, familiärer, privater und/oder gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen, zum Juni-Termin ihre Abschlussarbeit fertigzustellen. All jenen Studierenden ist dieser Blogartikel gewidmet. Ich erzähle Ihnen meinen Geschichte zum Fertigstellen meiner Abschlussarbeiten gebe abschließend noch ein paar Tipps für Ihre nächsten Schritte.

    Meine Geschichte zu Abschlussarbeiten

    In meinem Diplomstudium Betriebswirtschaft an der WU Wien bin ich gut vorangekommen, bis kurz vorm Abschluss. Was passierte dann? Mitten in meinem Diplomarbeitsprojekt bin ich steckengeblieben. Nichts ging mehr. Die Gründe dafür waren vielfältig: Ich habe plötzlich mehr Stunden gearbeitet, intensivst für die letzten LVs und Abschlussprüfungen gelernt, Wohnung aufgeräumt usw. usf. Sie kennen das sicher alle! Aber Prokrastination hilft nix, wenn das Studium endlich abgeschlossen werden muss. (Hilfreiche Tipps gegen Prokrastination finden Sie in unserem Blog von Tanja Adamcik: https://wissblog.fernfh.ac.at/was-eisenhower-konnte-kann-ich-schon-lange/ und https://wissblog.fernfh.ac.at/was-hat-eine-tomate-mit-zeitmanagement-zu-tun/)

    Mir war klar, um aus diesem Loch wieder rauszukommen, benötige ich Hilfe von außen. In der Universitätsbibliothek zwischen den Ratgeberbücher „So schließe ich mein Studium ab“ und  „Wissenschaftliches Schreiben für Dummies“ fand ich jenes Buch, das mir den entscheidenden Impuls zum Fertigschreiben meiner Diplomarbeit und damit Abschluss des Diplomstudiums gab: „Keine Angst vorm leeren Blatt“ von Otto Kruse.

    Schreiben ist Denken

    Ein wichtiges Learning für mich aus dem Buch war, dass Schreiben auch Denken ist. Was bedeutet das?

    Schreiben ist die aktive Auseinandersetzung mit einem fachlichen Thema. Deshalb blockiert mich die Erwartung, gleich korrekte und verständliche Texte zu schreiben. Zuerst nutze ich also das Schreiben, um meine Gedankengänge deutlich zu machen. Ich formuliere Argumente und dadurch lassen sich dann oft Lücken in meinen Überlegungen finden. Gerade auch bei inhaltlichen oder konzeptionellen Problemen wird durch das Niederschreiben der Probleme die Lösung jener viel klarer.

    Ein Beispiel: Mein zentraler Begriff in meiner Forschungsarbeit wird von namhaften Autor_innen unterschiedlich definiert und ich kann mich nicht entscheiden, welcher Definition ich folgen soll. Ich beschreibe also in eigenen Worten die beiden Definitionen und formuliere dabei auch, welches Problem ich mit der einen bzw. der anderen Definition habe. Schwarz auf weiß in eigenen Worten niedergeschrieben wird mir deutlich welche Definition für mich besser passt (oder auch eine Kombination aus beiden).

    Weitere Tipps von Otto Kruse z.B. zur Zeitplanung halfen mir schlussendlich, die Arbeit fertigzuschreiben und mein Studium abzuschließen.

    Die Geschichte wiederholt sich

    Fast 10 Jahre später wiederholte sich die Geschichte allerdings für mich: wieder blieb ich stecken, diesmal allerdings mitten in meiner Doktorarbeit. Auch hier hatte ein Buch entscheidenden Einfluss, dass ich auch dieses Projekt erfolgreich beenden konnte: „Frei geschrieben. Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten“ von Judith Wolfsberger.

    Schreiben ist erlernbar

    Aus diesem Buch konnte ich mir mitnehmen, dass Schreiben erlernbar ist.

    Die meisten von uns glauben, dass gutes Schreiben ein Talent ist. Tatsächlich ist Schreiben eine Fertigkeit, die wir erlernen können und üben müssen, um sie weiterzuentwickeln (Vedral, 2012, S. 484). Dazu gibt es einfach einzusetzende Methoden und Ideen. Mir beispielsweise hilft die Idee der „shitty first version“: Für einen Teil oder ein Kapitel einen Rohtext in einem Guss – im Flow – runterschreiben. Alle Formalia wie Zitate, Rechtschreibung, Layout kommen erst später dazu. Wichtig ist es, einfach einmal etwas auf dem Papier zu haben. Dann lass ich den Text eine Weile liegen, am besten über Nacht oder noch länger und dann erst überarbeite ich den Text, dabei behandle ich ihn aber wie „rohe Eier“ (Wolfsberger, 2021): ich muss mich loben, nett zu meiner Leistung sein. Ein Text wird nach und nach schlüssig und stimmig als ein Ergebnis mehrerer Überarbeitungen.

    So habe ich nach vielen Jahren neben Berufstätigkeit und Familie meine Dissertation fertiggeschrieben.

    Bleiben Sie dran!

    Zur Fertigstellung Ihrer Abschlussarbeit habe ich noch diese letzten Tipps für Sie:

    1. Dranbleiben: Ja, es war ein anstrengendes Studienjahr und ja, Sie haben sich Urlaub und Erholung mehr als verdient. Trotzdem: bleiben Sie dran an Ihrer Abschlussarbeit. Im besten Fall haben Sie ein approbiertes Proposal auf dessen Basis Sie weiterschreiben können. Wenn nicht, dann schauen Sie so schnell wie möglich, dass Sie das Proposal fertigstellen.
    2. Kleine Portionen: Nehmen Sie sich vor, jeden Tag 15 Minuten in Ihre Abschlussarbeit zu investieren: eine Mindmap zu einem Unterpunkt erstellen, oder zwei Absätze schreiben, oder zumindest bibliografieren (also Publikationen in Ihre Literaturdatenbank eintragen). Dadurch bekommen Sie eine Schreib- und Arbeitsroutine und die Abschlussarbeit wird von einem großen, angstmachenden Brocken zu kleinen machbaren Arbeitsschritten. Eines der Lieblingsbücher von Ingrid Wahl, die effizienteste Schreiberin, die ich kenne, ist übrigens: „Writing your Dissertation in 15 Minutes a Day“ von Joan Bolker. Hier ist diese Strategie genau beschrieben.
    3. Auch wenn es noch nicht Ihr persönlicher Studienabschluss ist: Feiern Sie mit Ihren Studienkolleg_innen deren Sponsion. Freuen Sie sich mit ihnen mit und formen Sie aus diesen Momenten Ihre persönliche Vision von Ihrem Studienabschluss, die Sie als Motivation nutzen können. Erstmals seit 2019 kann die Sponsion an der FernFH wieder vor Ort stattfinden, und gemeinsam gefeiert werden.

    Sie schaffen das!

    Damit hoffe ich, Ihnen auf Ihrem Weg zum Abschluss zu helfen, egal ob dieser im Oktober, März oder Juni erfolgt. Halten Sie durch, Sie schaffen das!

    PS: Und noch etwas, damit Sie sich besser fühlen, wenn Sie erst zum Oktober- oder März-Termin antreten: Ich habe für meine Diplomarbeit fast 2 Jahre benötigt und für meine Dissertation 11 Jahre 😊.

    Weiterführende Hinweise

    Was für eine Abschlussarbeit noch alles wichtig ist, hat Ingrid Wahl in mehreren Blogartikel prägnant auf den Punkt gebracht:

    Schreibprobleme lösen: Hier habe ich ein paar Erklärvideos zum Schreiben gemacht (Zugriff leider nur für FernFH-Studierende).

    Quellen

    Bolker, Joan. (2002). Writing Your Dissertation in Fifteen Minutes a Day. McMillan. New York.

    Kruse, Otto. (2007). Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. (12. Aufl.). Campus. Frankfurt [u.a.].

    Vedral, Johanna. (2012). Welche Leistungen müssen Studierende beim Schreiben ihrer Abschlussarbeiten aus psychologischer Perspektive erbringen? Psychologie in Österreich, 5, 10.

    Wolfsberger, Judith. (2021). Frei geschrieben: Mut, Freiheit & Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. (5., bearbeitete Aufl.). UTB-Taschenbuch. Stuttgart.

  • Qualitätsarbeit bei Abschlussarbeiten – und wie auch Plagiate verhindert werden

    Qualitätsarbeit bei Abschlussarbeiten – und wie auch Plagiate verhindert werden

    Wenn einmal wieder das Thema „Plagiat“ in den Schlagzeilen auftaucht, zucken viele Studierende und Absolvent_innen kurz zusammen und fragen sich: „Bin ich bei meinen Arbeiten immer sorgfältig gewesen?“ Auch wir Lehrende zucken vielleicht kurz zusammen und fragen uns: „Habe ich die Plagiatsreports immer genau gelesen, habe ich mir jede Quelle genau genug angesehen?“

    Mit Blick auf die aktuell in der Öffentlichkeit stehenden beanstandeten Arbeiten (https://plagiatsgutachten.com/blog/diplomarbeit-christine-aschbacher/) können sich die Studierenden, Absolvent_innen und Lehrenden der FernFH sicherlich beruhigen. Man kann sehen, dass es sich bei diesen Fällen nicht um ein fehlendes Zitat handelt oder einen schlampig paraphrasierten Satz, sondern, dass über weite Strecken der Arbeit höchst unsauber gearbeitet und abgeschrieben wurde. Spätestens jetzt können unsere Studierenden verstehen, warum wir so pingelig sind, und sie während des gesamten Studiums mit den wissenschaftlichen Qualitätsstandards quälen.

    In diesem Beitrag möchte ich das Wissen um Plagiarismus schärfen und zeigen, wie der Qualitätssicherungsprozess an der FernFH aussieht, um damit Ängste und Unsicherheit bei allen Beteiligten abzubauen.

    Was ist überhaupt ein Plagiat?

    In einem Plagiat stelle ich Inhalte, Texte oder Ideen von jemand anderen als meine eigenen dar. Dabei wird nicht kenntlich gemacht, dass es sich um fremdes Eigentum handelt. Auch Übersetzungsplagiate, Ideenplagiate und Zitate ohne Beleg zählen zu den Plagiaten (vgl. auch Leitfaden zur Sicherung wissenschaftlicher Praxis an der FernFH).

    Studierende plagiieren meist aus folgenden Gründen:

    • Sie kennen die wissenschaftlichen Standards nicht oder nicht ausreichend (fehlende Methodenkompetenz).
    • Sie sind unsicher und haben Angst etwas Dummes zu schreiben (inhaltliche Überforderung, fehlende Schreibkompetenz).
    • Sie schreiben die Arbeit unter Zeitdruck (zeitliche Überforderung).

    Wir Lehrende und Betreuende haben die Aufgabe, diese Kompetenzen bei den Studierenden aufzubauen, indem wir wissenschaftliches Arbeiten während des gesamten Studiums mit ihnen üben und zu ihren Texten Rückmeldung geben. Und zwar nicht nur in den Methoden-Lehrveranstaltungen, sondern in allen Lehrveranstaltungen und in allen Textarbeiten (und von denen gibt es mit den schriftlichen Projekt- und Übungsaufgaben an der FernFH ja viele).

    Wie kann ich als Studierende/r Plagiarismus nun vermeiden?

    Eigentlich ist es ja gemein: Einerseits soll meine wissenschaftliche Arbeit auf anderen Arbeiten aufbauen (State-of-the-Art) und anderseits soll ich nicht abschreiben. Wie soll denn das gehen?

    Auf den Schultern von Riesen

    Eine wissenschaftliche Arbeit basiert immer auf Theorien, Konzepten, Modellen von anderen Wissenschafter_innen. Wenn ich diese beschreibe oder auch nur erwähne (!), dann muss ich diese mit einem Zitat (einer Quellenangabe) belegen. Textplagiate kann ich mit dem Exzerpieren aus Texten vermeiden – ein Vorgehen, das etwas aus der Mode gekommen ist. Beim Exzerpieren fassen ich bereits bei der Literatursuche aus einer Literaturquelle jene Textstellen zusammen, die für meine Forschungsfrage relevant sind. Bereits hier formuliere ich die Ideen in meinen eigenen Worten. Beim Einarbeiten in den Text, werden die Textstellen nochmals paraphrasiert und natürlich zitiert, d.h. die Quelle genau nach bestimmten Vorgaben angeführt. So vermeiden Sie Plagiate.

    Schreibkompetenz und Vertrauen in das eigene Wissen

    Vor allem Einleitungen, Zusammenfassungen, Fazit, Ergebnisse, Schlussfolgerungen, Diskussion und die Conclusio in einer wissenschaftlichen Arbeit beruhen auf Ihren eigenen Ideen und Überlegungen. Aber auch allein die Entscheidung, welche Texte ausgewählt werden um Argumente zu belegen und welche nicht, erfordern Ihre individuelle Entscheidung. Für die Texterstellung ist also viel Mut, kritisches Denken, Kreativität und vor allem Vertrauen in Ihr eigenes Wissen erforderlich. Lösen Sie sich auch räumlich für das Schreiben Ihrer Gedanken von den Artikeln und Büchern, die Sie bis dahin gelesen haben. Sammeln und clustern Sie in einem ersten Schritt Ihre Ideen. Schreiben Sie dann eine erste Version mit Hilfe von Freewriting und verdichten Sie diese Rohtexte nach und nach (vgl. Wolfsberger 2009) und ergänzen Sie dann die Quellenverweise. So entstehen nicht nur eigenständige Texte, die auf Ihren Ideen beruhen, sondern macht das Schreiben auch noch Freude!

    Wie sichern wir die wissenschaftlichen Standards an der FernFH?

    Für die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit steht den Studierenden der Leitfaden zur Sicherung wissenschaftlicher Praxis zur Verfügung. Zusätzlich hat jede Studienrichtung bzw. jeder Studiengang auch noch fachspezifische Richtlinien zur Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. In den Begleitseminaren werden außerdem die erforderlichen Teilschritte erläutert, vorgestellt und diskutiert.

    Wie bereits erwähnt, ist für die Sicherung wissenschaftlicher Standards der Aufbau von Methoden- und Schreibkompetenz während des gesamten Studiums durch uns Lehrende zentral. Die Lehrenden müssen dabei auf ausreichende Ressourcen wie organisationale Strukturen, Aus- und Weiterbildungen und vor allem zeitliche Ressourcen für jede/n Studierende/n und jede Arbeit zurückgreifen können (siehe auch den Kommentar von Aigner im Standard vom 13.1.2021).

    Das zeigt auch der Begutachtungsprozess der Bachelor- und Masterarbeiten (hier am Beispiel der Studienrichtung Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie): Er ist gekennzeichnet von engmaschiger Betreuung und Rückmeldung.

    Der Begutachtungsprozess

    Im ersten Schritt begutachtet die Betreuung das Proposal. Dabei klopft sie die Forschungsfrage und Methode ab und diskutiert diese mit der/dem Studierenden. Die Studierenden erhalten Feedback zu formalen und inhaltlichen Aspekten. Erst nach Einarbeitung dieses Feedbacks wird das Proposal freigegeben und der abgestimmte „Plan“ von den Studierenden eigenständig ausgeführt. Im zweiten Schritt wird die sogenannte Erstversion oder vollständige Version automatisch mittels Plagiatssoftware geprüft. Der Plagiatsreport wird am Studiengang und von der Betreuung, die die relevante Literatur meist noch viel besser kennt als jedes Plagiatsprogramm, geprüft. Sollten bei dieser Überprüfung Auffälligkeiten auftauchen, kommt es zu Rückfragen und der Bitte um Stellungnahmen.  Sollte sich der Plagiatsverdacht erhärten, sieht das weitere Vorgehen wie im Leitfaden zur Sicherung wissenschaftlicher Praxis beschrieben aus.

    Normalerweise erhalten die Studierenden aber an dieser Stelle einfach nochmals Hinweise und Vorschläge wie die inhaltliche und formale Qualität der Arbeit noch verbessert werden kann.  Erst nach Umsetzung dieser Anregungen und Überarbeitungen wird eine Druckversion erstellt und zur Beurteilung vorgelegt. Der letzte Schritt in der Qualitätssicherung ist das abschließende Kolloquium. Darin verteidigt die/der Studierende ihre/seine Arbeit vor einer Prüfungskommission. Spätestens dann kann auch ein Ghostwriting ausgeschlossen werden.

    Korrektes wissenschaftliches Arbeiten ist kein Selbstzweck, sondern zeugt von Respekt gegenüber den Ideen anderer. Wir arbeiten sorgfältig und hart daran, dass die Studierenden die erforderlichen wissenschaftlichen Kompetenzen, die auch im Berufsleben unerlässlich sind, erwerben, anwenden und in Ihren Abschlussarbeiten umsetzen.

    Quellen und weiterführende Links

    Aigner, Josef Christian (2021). Plagiate und andere akademische Peinlichkeiten. https://www.derstandard.at/story/2000123239318/plagiate-und-andere-akademische-peinlichkeiten. Abgerufen am 13.01.2021.

    Karall, Peter H. / Weikert, Aurelia (2010). Exzerpieren. https://www.univie.ac.at/ksa/elearning/cp/schreiben/schreiben-30.html. Abgerufen am 13.01.2021.

    Schultz, Jennifer (2019). Auf den Schultern von Riesen. https://www.citavi.com/de/nuetzliche-irrtuemer/artikel/auf-den-schultern-von-riesen. Abgerufen am 13.01.2021.

    Weber, Stefan (2021). Plagiate, falsche Zitate, mangelnde Deutschkenntnisse: Diplomarbeit der österreichischen Ministerin Christine Aschbacher unterbietet alle wissenschaftlichen Standards. https://plagiatsgutachten.com/blog/diplomarbeit-christine-aschbacher/. Abgerufen am 13.01.2021.

    Wolfsberger, Judith (2009). Frei geschrieben: Mut, Freiheit & Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. UTB Taschenbuch.

    Leitfaden zur Sicherung wissenschaftlicher Praxis

    Freewriting – 10 Regeln

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paraphrase_(Sprache). (2020). Abgerufen am 13.01.2021.

  • Was können wir vom Distance Learning in der Schule lernen?

    Was können wir vom Distance Learning in der Schule lernen?

    Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-Covid2 war es erforderlich den Schulbetrieb innerhalb weniger Tage von der Präsenz- in die Fernlehre zu verlagern. Inzwischen sind drei Monate vergangen und seit 18. Mai werden die Schüler_innen der Volks- und Unterstufe zumindest an manchen Tagen wieder vor Ort unterrichtet.

    Ich könnte jetzt einen langen Bericht darüber schreiben, wie es mir als Mutter in dieser Zeit des Distance Learning Schulbetriebs ergangen ist. So ein „Rant“ würde zwar meiner psychischen Gesundheit guttun, der Nutzen für Sie wäre aber vermutlich überschaubar.

    Viel mehr möchte ich meine Reflexionen aus der Perspektive einer Hochschullehrenden, die sich seit über acht Jahren mit Distance Learning beschäftigt hier teilen. Ein besonderes Augenmerk möchte ich darauflegen, was wir in der Online-Hochschullehre von der Schule lernen können:

    1. Strukturierung

    Eine goldene Regel im Distance Learning an der Hochschule ist, dass die Studierenden von Beginn der Lehrveranstaltung an, alle Arbeitsaufträge, die Sie für diese LV erfüllen sollen, genau kennen. Besonders für Studierende, die berufsbegleitend studieren, ist das wichtig, um sich die Zeit einteilen zu können.

    In der Schule hingegen verhält es sich anders: Die Arbeitsaufträge müssen gut portioniert sein. Je jünger die Kinder, desto kleinere Einheiten sind hier erforderlich. Auch der Planungshorizont ist ein anderer. Meine Erfahrung war, dass große Arbeitsaufträge, für die sie mehr als eine Woche Bearbeitungszeit hatten, leicht vergessen wurden. Zwar lernten die Kinder dadurch To-Do-Listen mit Abgabedaten zu erstellen, was wiederum Meta-Kompetenzen wie Organisationsfähigkeit förderte, vor allem aber anfangs war viel Unterstützung der Eltern erforderlich. Kleinere Portionen hingegen förderten die Motivation und gaben den Kindern leicht und rasch Erfolg, was sich positiv auf die Stimmung und die Arbeitsdisziplin auswirkte.

    Das Learning für Distance Learning in der Hochschule:

    Die goldene Regel gebe ich nicht auf. Aber kleinere Portionen an Arbeitsaufträgen verhelfen auch Studierenden zu schnellen Erfolgen und damit Motivation, wie auch schon Ingrid Wahl hier beschrieben hat. Die weitaus größere Selbstorganisationsfähigkeit und Flexibilität bei Erwachsenen hingegen ermöglicht mehr Spielraum bei größeren und längerfristigen Arbeitsaufträgen.

    2. Feedback

    Wir alle wissen: Spezifisches und möglichst individuelles Feedback ist für unsere Studierenden besonders wichtig. Was ich aber bei meinen Kindern im Distance Learning noch gelernt habe: Rasches Feedback ist noch wichtiger. Rasches Feedback auf Abgaben hatte einen großen Einfluss auf die Motivation der Kinder. Der Arbeitsaufwand für Lehrer_innen mit mehr als 25 Schüler_innen in einer Klasse und mehreren Klassen ist natürlich immens. Hier zeigte sich für mich jedoch, dass das konkrete Feedback weniger wichtig war, sondern eine rasche Rückmeldung verbunden mit aufmunternden Worten als Anerkennung für die erbrachte Leistung gut wirkte. Die Korrektur und Verbesserungshinweise können dann später nachgeliefert werden.

    Das Learning für Distance Learning in der Hochschule:

    Auch in der Hochschullehre können wir rasches kurzes Feedback geben, das gibt Anerkennung für die Leistung und fördert die Motivation. Das detaillierte und spezifische Feedback kann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeliefert werden, spätestens jedoch rechtzeitig für die Prüfungsvorbereitung.

    3. Etablieren & Pflegen der sozialen Beziehung

    Das war ein großes Problem für die Kinder: die sozialen Beziehungen zu den Klassenkolleg_innen und den Lehrer_innen während der geschlossenen Schule fehlten komplett. Mit der Zeit begannen dann die ersten Lehrer_innen mit Chats und Webkonferenzen und diese direkte Interaktion schaffte wieder eine stärkere Bindung in der Klassengemeinschaft. Auch schriftliche Chats mit Small Talk waren hier sehr hilfreich. Aufmunternde Worte von Lehrer_innen lockerten die Kommunikation, die anfangs ausschließlich von Arbeitsaufträgen geprägt war, auf.

    Das Learning für Distance Learning in der Hochschule:

    Dem Small Talk und der sozialen Kommunikation genügend Zeit und Raum geben. Die Kommunikation sollte nicht immer nur auf organisatorische und fachliche Aspekte fokussiert sein. Für den Lernerfolg ist die soziale Beziehung zu den Lehrenden und den Kolleg_innen ebenso wichtig. Auflockernde und aufmunternde Worte in Webkonferenzen oder schriftlichen Chats wirken einfach und schnell.

    Learning für Distance Learning in der Schule:

    Gruppenarbeiten, wie sie bei uns an der FernFH viel eingesetzt werden, stärken ebenfalls die sozialen Beziehungen zu den Klasssenkolleg_innen. Virtuelle Gruppenmeetings und Gruppenchats ohne Lehrer_in entlasten die Lehrer_innen und fördern die Zusammenarbeit in der Klasse.

    4. Technische Ausstattung & Support

    Wie wichtig dieser Aspekt ist, hat diese Zeit wieder gezeigt. Sowohl bei den Lehrer_innen als auch bei den Schüler_innen musste die technische Ausstattung erst aufgebaut werden. In vielen Schulen haben die Lehrer_innen nur wenig technischen Support. Zu Hause kann man auch nicht davon ausgehen, dass jedes Kind ein entsprechendes Endgerät hat und Eltern, die damit umgehen können. Ohne dieser Ausstattung ist es aber wirklich sehr schwierig.

    Die Rolle der technischen Ausstattung und des Supports in der Online Lehre habe ich an dieser Stelle schon einmal erwähnt. Inzwischen hat die Regierung auch reagiert und kündigt hier Verbesserungen in den Schulen an.

    Das Learning für Politik und Schulverwaltung:

    Dieser Aspekt ist für alle Kinder und Lehrer_innen bereits in der Volksschule enorm wichtig. Ausstattung und Support müssen für ein gelingendes Distance und E-Learning in den Schulen unbedingt ausgebaut werden.

    Strukturierung, Feedback, Pflegen der sozialen Beziehung und die technische Ausstattung, das sind jene Faktoren aus der Zeit der Home Schooling Phase, die ich abgesehen von der persönlichen Überforderung und Überlastung für meine berufliche Tätigkeit mitnehmen konnte.

    Lassen Sie mich wissen, welche Erfahrungen Sie als Absolvent_in, Studierende_r, Kolleg_in und auch Interessent_in der FernFH als Eltern in dieser Zeit gemacht haben. Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

  • Drei Mythen zu E-Learning an Hochschulen

    Drei Mythen zu E-Learning an Hochschulen

    Wir an der FernFH beschäftigen uns bereits seit über zehn Jahren mit E-Learning im Hochschulbereich. Wenn wir auf Konferenzen mit Menschen mit weniger E-Learning-Erfahrung zusammentreffen, dann begegnen uns immer gleiche Mythen zum E-Learning. Auch in den vergangenen Wochen der Corona-Krise, als alle Bildungsinstitutionen innerhalb kürzester Zeit auf Distance Learning umstellen mussten, tauchten diese Mythen auf.

    Mythos 1: Die Videovorlesung

    Die meisten Menschen stellen sich unter E-Learning vor, dass die gesamte Vorlesung einfach online abgehalten wird. Entweder der/die Hochschullehrende zeichnet die Vorlesung auf Video für die Studierenden auf, oder die Vorlesung wird in Echtzeit gestreamt. Die Studierenden sitzen dabei vor ihren Endgeräten und können per Chat oder Mikrofon Kommentare abgeben und Fragen stellen.

    Was ist dran?

    Dieses Setting wird an manchen Hochschulen gerne als E-Learning eingesetzt, weil das Lehrkonzept im Vergleich zur Präsenzlehre – Stichwort: Frontalunterricht – kaum geändert werden muss.

    Was ist das Problem?

    Frustration bei Lehrenden, weil sie kein direktes Feedback (Video), bzw. kaum Feedback (Stream) bekommen, da sie Mimik und Gestik nicht lesen können. Es ist nicht oder nur schwer einzuschätzen, ob die Studierenden dem Vortrag folgen können oder auch vielleicht mit anderen Dingen beschäftigt sind. Aber auch die Studierenden sind nicht selten enttäuscht: Bei großen Gruppen geht eine Wortmeldung leicht unter oder ist gar nicht möglich. Nicht zu reden davon, wie schwierig es ist, aufmerksam und konzentriert bei einer 90-Minuten-Online/Video-Vorlesung dran zu bleiben.

    Fazit

    Eine Videoaufzeichnung bzw. ein gestreamter Vortrag allein ist noch keine E-Learning-Lehrveranstaltung. Methodenmix ist ein wichtiger und zentraler Aspekt im E-Learning. Außerdem sind Videovorlesungen für Lehrende und Studierende anstrengend und frustrierend. Für kleine „Happen“ wie Erklärungen, Herleitungen von Formeln, u.ä. sind Videos ein sehr sinnvolles Element im E-Learning. Es sollte aber sparsam und gezielt und in Kombination mit anderen didaktischen Methoden eingesetzt werden.

    Mythos 2: Soziale Interaktion ist online einfach nicht möglich.

    Dieser Mythos hat seinen Ursprung in der „Alt-Form“ des E-Learnings, als Unterlagen, Folien oder Texte auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt wurden und die Studierenden ihrerseits ihre Ausarbeitungen zur Abgabe online hochluden. Er hängt aber auch mit Mythos 1 – Die Videovorlesung – zusammen.

    Was ist dran?

    Im E-Learning ergibt sich die soziale Interaktion nicht „von selbst“ wie wir es in der Präsenzlehre kennen. Die Hemmschwelle für Studierende sich zu Wort zu melden ist weitaus höher.

    Was ist das Problem?

    Es wird übersehen, dass Diskussionen im virtuellen Raum angeleitet und gut moderiert sein wollen: erstes Kennenlernen, aktives Fragenstellen durch die Lehrenden, die Strukturierung und Zusammenfassung der Diskussion (siehe auch hier in unserem Blog).
    Zudem fehlt auch oft das Wissen über Tools, die die soziale Interaktion online fördern (hier finden sich viele Beispiele für Kommunikationstools und Lehrszenarien).

    Fazit

    Vor allem die Dramaturgie und Moderation einer Lehrveranstaltung ist entscheidend dafür, wie interaktiv diese abläuft. Aber auch Tools wie Wikis, Peer Feedback, Padlets uvm. und der sparsame Einsatz von synchroner Kommunikation (Webkonferenz, Chat) lassen soziale Interaktion im E-Learning gut funktionieren.

    Mythos 3: E-Learning spart Kosten.

    Dieser Mythos hängt ebenfalls stark mit Mythos 1 zusammen und ist besonders unter Hochschulmanager_innen verbreitet. Dahinter steht die Annahme, dass Lehrende beim E-Learning weniger Zeit im Hörsaal verbringen und, dass Infrastrukturkosten eingespart werden.

    Was ist dran?

    Ja, natürlich: Weniger Präsenzlehre spart Raumkosten. Lehrende haben weniger Anreisezeit. Aber das ist es dann auch schon. Demgegenüber stehen Kosten für Hardware, Serverausstattung, Software und vor allem die Zeit der Lehrenden.

    Was ist das Problem?

    Vor lauter Kosten sparen wird nicht gesehen, dass E-Learning zunächst einmal Investitionen erfordert: in die IT-Infrastruktur, aber vor allem in den Support und in die Personalentwicklung der Lehrenden. Auch an der, anlässlich der Corona-Krise überstürzten Umstellung auf E-Learning an vielen Hochschulen hat sich das gezeigt: überlastete Server und IT-Verantwortliche, überforderte Lehrende und frustrierte Studierende.
    Lehrende müssen sowohl technisch als auch didaktisch geschult und begleitet werden. Sie benötigen qualifizierte Unterstützung im E-Learning. Eine Lehrveranstaltung, die überwiegend über E-Learning abgehalten wird, muss vor Beginn sehr detailliert konzipiert und geplant werden, und zwar sowohl die didaktischen Elemente als auch deren technische Umsetzung. Während der Lehrveranstaltung müssen Studierende gerade im E-Learning dicht betreut werden: Fragen beantworten, Diskussionen moderieren, individuelles schriftliches Feedback auf Aufgaben geben. Das ist alles sehr zeitintensiv.

    Fazit

    E-Learning spart in manchen Bereichen Kosten. Ohne Investitionen in Technik, Personal und Personalentwicklung geht es aber auch nicht. Das sind jedoch Investitionen, die sich langfristig sicherlich bezahlt machen: im Kompetenzerwerb, in der Qualität der Lehre und der Zufriedenheit aller Beteiligten.

    Welche Mythen kennen Sie zum E-Learning?

    Diese drei sind die häufigsten Mythen zum E-Learning, denen wir begegnen. Wie ist das bei Ihnen? Welche Mythen kennen Sie zum E-Learning und Distance Learning aus Studierenden- und aus Lehrendensicht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

    Quellen

    https://www.e-teaching.org/technik/kommunikation

    https://www.e-teaching.org/technik/kommunikation/synchron

    https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/vorlesung/diskussion/e-moderation.pdf

  • Mein erstes Mal – online!

    Mein erstes Mal – online!

    Es ist über sieben Jahre her. Da bin ich im damaligen Büro der FernFH in der Lothringer Straße gesessen. Herbert Schwarzenberger mir gegenüber. Er erläuterte mir das Konzept des Blended Learning an der FernFH.

    Eine Einführungsvorlesung, dann folgen acht Wochen Fernlernphase.

    Da spielt sich alles im Online Campus ab. In der darauffolgenden Präsenzphase wird dann die Prüfung abgehalten. Und hier – er schiebt mir die Modulbeschreibung zu – das hier sind die Lehrinhalte der LV.

    Ich stockte. „Wie soll das funktionieren? Wie soll ich den Studierenden diese abstrakten Theorien vermitteln, wenn ich sie nur 90 Minuten mir gegenübersitzen habe, und sie den Rest der Zeit allein zu Hause vorm Computer sitzen? Dachte ich mir, oder sprach ich das auch laut aus?

    Ok: Challenge accepted – es wird schon funktionieren.

    Zu Hause machte ich mich an die Konzeptionsarbeit. Gut, Lernstoff erarbeiten, das geht ja noch. Die Studierenden lesen die LV-Literatur. Zur Wiederholung gebe ich ihnen Lernkontrollfragen, die sie im LV-Forum beantworten.

    Und wie weiß ich, ob sie auch verstanden haben, was sie da gelesen haben?

    In der Präsenzlehre sehe ich meist schon an den Gesichtern, ob mein Gesagtes verstanden wurde. Reicht es aus im Forum zu diskutieren? Bin ich da nicht total abhängig davon, ob und welche Fragen die Studierenden stellen? Unsicherheit machte sich bei mir breit.

    In meiner Laufbahn als Lehrende habe ich ja schon etliche LVs und Workshops konzipiert. Ausgangspunkt waren dabei immer die Lerninhalte und der Kompetenzerwerb. Die Inhalte, die ich vermitteln möchte, standen im Zentrum. Der Input von mir war immer zentral. Ergänzt durch Fragen an das Plenum oder auch kleinen Übungen. Das ist in der Fernlehre ähnlich, Übungen und Fragen sind besonders wichtig, damit die Studierenden den Lernstoff verarbeiten. Der Unterschied ist, dass in der Präsenzlehre der Lern- oder besser der Lehrprozess sehr genau von mir gesteuert ist.

    Ich gebe den Takt vor.

    Zuerst Input von mir, eine Zwischenfrage an das Plenum oder eine Übung, Reflexion und Aufarbeitung, Abschluss und Ende. Das ist in der Fernlehre anders. Wenn ich eine Frage stelle, kann es sein, dass niemand antwortet, Diskussionen in den Kleingruppen bekomme ich überhaupt nicht mit, weil sie an anderen Orten/Plattformen stattfinden. Die Gruppen bekommen dadurch voneinander auch kaum etwas mit. Damit ist es möglich, dass die Lernprozesse der Studierenden sich anders entwickeln, als ich es vorhergesehen habe. Ergebnisse von Übungen kann ich dafür viel genauer lesen und befeedbacken, weil ich nicht stante pede reagieren muss.

    Damit sind meine Aufgaben als Lehrende in der Fernlehre andere. Es ist viel weniger wichtig, dass ich den Lehrstoff eloquent und interessant präsentiere und sofort die fachlich richtige Antwort auf eine Frage habe. Wichtiger ist es, den Lehrinhalt zuerst im Vorfeld, und dann auch laufend immer wieder, gut zu strukturieren, zusammenzufassen. Wichtig ist es auch, lose Fäden zu finden und zu vereinen, bei den Studierenden nachzufragen und aktiv Feedback einzuholen. Es rücken auch bei den Lehrenden soziale und methodische Kompetenzen, wie bspw. wertschätzendes Feedback geben oder Textkompetenz mehr in den Vordergrund.

    Ich ließ mich also damals auf das Abenteuer „Online-Lehre“ ein und entwickelte ein passendes Konzept, das bei den Studierenden sehr gut ankam. Aber nicht nur das, …

    … ich kippte regelrecht in die neue Welt der Online-Lehre hinein.

    Ich fand YouTube-Videos in denen die großen Theoretiker_innen ihre Theorien erklärten und stellte sie in den Kurs. Wir hatten spannende Diskussionen im Forum und in einer – auch meiner ersten – Webkonferenz. Inzwischen sieht das Design dieser Lehrveranstaltung anders aus. Ich mache sie immer noch sehr gerne und denke mir immer neue Sachen aus. Ich denke aber auch gerne an mein erstes Mal zurück: „Das kann nicht funktionieren“, habe ich mir damals gedacht. Jetzt weiß ich:

    „Es funktioniert. Sich darauf einlassen und den Studierenden etwas zutrauen, dann funktioniert es.“