Selbstmanagement

Was hat eine Tomate mit Zeitmanagement zu tun?

Wer kennt das nicht, dass anstehende Aufgaben und Pflichten in der Arbeit oder auch im Studium aufgeschoben werden. Im Bereich des Studiums wird dies meist mit Prokrastination beschrieben.

Besonders in einem Fernstudium wie beispielsweise an der FernFH, wo es kaum Anwesenheitszeiten und viel an Flexibilität gibt, ist es ganz besonders wichtig ein gutes Zeitmanagement zu haben, um im Studium gut voranzukommen. Meist ist es gar nicht so leicht, wenn von Zuhause studiert wird, nicht tausend Dinge zu finden, die einem von Aufgaben oder Pflichten in Bezug auf das Studium ablenken. Vielleicht kommen dem/der einen oder anderen so manches angeführte Beispiel bekannt vor, Wäsche waschen, aufräumen, Schreibtisch sortieren, Gewand ausmisten, Rasen mähen, Einkäufe erledigen, E-Mails und Nachrichten schreiben/checken, Social Media Kanäle aktuell halten, etc.

Das Problem betrifft viele

Da dieses Problem ja nicht nur einzelne Personen betrifft, sondern eine Vielzahl an Personen bzw. Studierenden wurden die verschiedensten Techniken entwickelt, um diesem Problem bzw. dieser Herausforderung entgegen zu wirken. In diesem Beitrag möchte ich gerne eine dieser Techniken, die helfen kann Zeit effektiv zu nutzen, vorstellen.

Diese Technik wurde von Francesco Cirillo entwickelt und hat die Grundidee, statt gegen die Zeit mit der Zeit zu arbeiten. Vorbereitend, um diese Technik anzuwenden, benötigen Sie nur einen Wecker, ein Handy mit Timerfunktion, oder eine andere Art von Timer z.B. aus dem Internet und etwas, was Sie in einer bestimmten Zeit von ungefähr zwei Stunden bearbeiten möchten. Hier ist es wichtig, dass Sie ein konkretes und realistisches Ziel haben, das auch in dieser Zeit bearbeitbar ist, zum Beispiel einen Text zu schreiben, ein Unterkapitel einer Abschlussarbeit zu verfassen, eine Aufgabe zu bearbeiten, einen Text zusammen zu fassen, oder ein Kapitel für eine Prüfung zu lernen, etc.

Die Pomodoro-Technik[1]

Wie funktioniert das nun?

  • Sie stellen sich den Timer auf 25 Minuten, in dieser Zeit arbeiten Sie fokussiert an Ihrem Text oder Ihrer Aufgabe. Sie lassen sich durch nichts ablenken (Beispiele siehe oben). Sollte Ihnen zwischendurch etwas Wichtiges in den Kopf schießen, dann notieren Sie dies am besten auf einem Blatt Papier, um nicht weiter daran denken zu müssen.
  • Sind die 25 Minuten vorbei, dann ist es Zeit fünf Minuten Pause zu machen. In den fünf Minuten wird empfohlen einen kurzen Ortswechsel, oder eine kurze Übung, die aktivierend oder entspannend sein kann, zu machen. Die Zeit soll nicht dafür genutzt werden, um Tippfehler zu korrigieren oder etwas für den Text oder die Aufgabe nachzuschlagen. Hier eignet sich zum Beispiel eine kurze Entspannungsübung oder einfach Trinknachschub zu holen.
  • Dieser Ablauf (25 Minuten konzentriert arbeiten und fünf Minuten Pause) wird noch drei Mal wiederholt. Nach vier „Pomodoros“ sollte eine längere Pause eingelegt werden (eine halbe bis ganze Stunde).
  • Ist nach diesen zwei Stunden noch Energie und Motivation vorhanden, dann kann nach der längeren Pause noch eine oder zwei Pomodoro-Sequenzen angeschlossen werden. Achten Sie darauf sich nicht zu überfordern!

Vielleicht hilft Ihnen die vorgestellte Technik, wenn Sie das nächste Mal fokussiert Aufgaben oder Texte bearbeiten möchten, um dran zu bleiben und konzentriert voran zu kommen.

Sehen Sie jedoch die Herausforderung in Ihrem Zeitmanagement nicht unbedingt in der Fokussierung auf Aufgaben, sondern eher darin wie Sie die Aufgaben priorisieren, dann gibt es in meinem nächsten Blogbeitrag Näheres dazu.

Ach ja, falls sich jemand beim Lesen gefragt hat, warum diese Technik Pomodoro-Technik genannt wurde, Francesco Cirillo hat bei der Entwicklung der Pomodoro-Technik eine Eieruhr verwendet, die die Form einer Tomate (italienisch: Pomodoro) hatte.


[1] Cirillo, F. (2018). The Pomodoro Technique. The Acclaimed Time-Management System That Has Transformed How We Work. New York: Currency.

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