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  • Gut zu wissen: Warum es Typologien wie das Generationenmodell braucht, worauf man aber achten sollte.

    Gut zu wissen: Warum es Typologien wie das Generationenmodell braucht, worauf man aber achten sollte.

    Ein Blick in die Forschungsprojekte der FERNFH verrät, dass Generationen ein aktuelles und wichtiges Thema sind. Wie können unterschiedliche Generationen motiviert werden? Welches unterschiedliche Führungsverständnis erfordern gegenwärtige Generationen? Wie unterscheiden sich Generationen hinsichtlich ihres Kaufverhaltens? Man merkt schon, die Zugehörigkeit zu einer Generation ist Erklärung für vieles. Das Verständnis, dass jede Generation hinsichtlich ihrer Werte, Motive und Bedürfnisse sich sowohl von der vorhergehenden als auch nachfolgenden abgrenzt, enthüllt Einflüsse und Zusammenhänge auf verschiedenste z.B. im Personalwesen oder Marketing nutzbare Sachverhalte.

    Generationen als wiederkehrende Abfolge von Jugend

    Unser Generationenbegriff findet seinen Ursprung beim österreichisch-ungarischen Soziologen Karl Mannheim. In seiner Publikation „Das Problem der Generationen“ (1928) forderte er, Generationen nicht länger bloß durch die biologisch determinierte Abfolge von Geburtsjahrgängen zu ordnen. Vielmehr sind es die gemeinsamen Erlebnisse und deren Bewältigung, die verbindend wirken. Die immer wiederkehrende Abfolge neuer Jugendgenerationen und ihre unterschiedlichen Verhaltensmuster befeuern auch den gesellschaftlichen Wandel.

    Von den Baby Boomer bis zur Generation Alpha

    Die Generation der Baby Boomer war bestimmt vom Wiederaufbau sowie Friedens- und Umweltbewegungen der 1980’er. Die Jugend der Generation X wurde vom technologischen Fortschritt, aber auch Umweltkatastrophen (z.B. Ozonloch, Tschernobyl) und wirtschaftlichen Krisen begleitet. Die Generation Y war mit hohen Unsicherheiten (z.B. 9/11, Jugendarbeitslosigkeit) konfrontiert. Für sie ist Arbeit auch nicht mehr zentraler Lebensinhalt, die Work-Life-Balance gewinnt an Stellenwert. Die Generation Z ist geprägt von einer fortschreitenden Digitalisierung (z.B. mobile Technologien, soziale Netzwerke). Das Streben nach Individualisierung und eigener Zufriedenheit wird bevorzugt, die Bedeutung der Erwerbsarbeit nimmt weiter ab. Als jüngster Begriff findet sich die Generation Alpha, deren zukünftige Lebenswelten wohl völlig von der Digitalisierung durchdrungen sein werden.

    Das Problem mit dem Begriff am Beispiel der Digital Natives

    Die Generationenbezeichnungen haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch verankert, ihre Einteilung ist zwar einfach, aber nicht widerspruchsfrei. Das Bestreben, neue Generationen auszurufen und zu beschreiben, beruht häufiger auf ökonomisch verwertbaren, denn soziologischen Motiven. So kommt es auch vor, dass innerhalb einer Beschreibung kein Konsens über Bezeichnung, gemeinsame Erlebnisse oder Wertesysteme existiert. Beispielsweise beanspruchen die Digital Natives sowohl die Generation Z, als auch Teile der Generation Y. Diese von Marc Prensky (2001) eingeführte Begrifflichkeit beschreibt eine Kohorte, bei der digitale Technologien integraler Bestandteil ihrer Jugendbiografien sind. Die Fähigkeit Digitalisierung zu beherrschen, wurde ihnen (als quasi Ureinwohner_innen einer digitalen Welt) in die Wiege gelegt. Alle vorangegangenen Jahrgänge sind in die digitale Welt lediglich eingewandert und müssen sich die damit verbundenen Erfordernisse erst aneignen (Digital Immigrants).

    Digital Natives oder Digital Immigrants?

    Die Trennung zwischen Natives und Immigrants birgt, obgleich populär und häufig in Medien weitergetragen, berechtigten Anlass zu Kritik. Denn jede Generation durchlebt in ihrer Jugend ihre eigenen Medienerfahrungen. Waren Fernsehen und MTV fester Medienbestandteil der Generation X, sind es Internet und Smartphone für die Jüngeren. Ungeachtet des technologischen Fortschritts braucht es sowohl beim einen als auch dem anderen dieselben Kompetenzen: das Wissen darüber, den kritischen Umgang damit und die Fähigkeit der (Mit-)Gestaltung. Die Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, verändert aber auch bestehende. Technischen Strukturen kommt jedenfalls eine wesentliche Rolle zu. Dabei ist es egal, ob der Kontakt mit digitalen Medien bereits im Jugendalter stattfindet oder – wie beispielsweise im Falle der Generation X – häufig erst im späteren (Berufs-)Leben. Das bloße Aufwachsen damit führt jedenfalls nicht zu einem automatischen, beiläufigen Erwerb erforderlicher Kompetenzen, um sich in der Digitalisierung beheimatet zu fühlen. Hier ist das Konzept der Digital Natives nicht ausreichend kritisch. Es  vernachlässigt die Tatsache, dass auch jede junge Generation den Umgang mit der Digitalisierung erst für sich entdecken und erlernen muss (Schulmeister, 2008; Jenkins et al., 2009; Hepp et al., 2012).

    Idealtypisch aber nicht real

    Ich selbst zähle mich zu den X’lern. Dennoch waren bereits im Volksschulalter (Heim-)Computer und Videospielkonsole für mich liebgewonnene Spielzeuge. Anders als heute, brauchte die grafische Darstellung in Computerspielen damals noch die eigene Fantasie. Wie sonst hätte ich einen klobigen, geraden Strich als Tennisspieler_in und einen rechteckigen Punkt als Ball erkennen können? Wie viele andere meines Jahrgangs und Freundeskreises bin ich mit Computertechnologie groß geworden, auch wenn wir das noch nicht als Digitalisierung wahrgenommen haben. Dennoch wäre ich nach Marc Prensky’s These ein Digital Immigrant, kein Digital Native. In erster Linie ein konzeptioneller Widerspruch, aber auch ein Problem kategorialer Typologien: die Beschreibung idealtypischer, nicht realer Formen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sie „da draußen“ abgewandelt oder in Kombination auftreten.

    OK Boomer

    Diesem Beispiel zum Trotz, eine modellhafte Typisierung, auch die der Generationen, ist korrekt und sinnvoll. Für die (wissenschaftliche) Analyse ist sie unverzichtbares Instrument, da erst diese Form der Vereinfachung es ermöglicht, komplexe Realitäten zu beschreiben, zu erklären und miteinander vergleichen zu können. Vorsicht ist dennoch geboten, da gerade die Vorstellung einer „reinen“ Existenz von Typen die Gefahr eines klischeebehafteten Denkens birgt. Es ist kaum von der Hand zu weisen, dass wenn Menschen in „Generationenschubladen“ gesteckt werden, dies gesellschaftliche Differenzen reproduziert und hervorbringt. Dadurch können sich Memes wie „OK Boomer“ rasch verbreiten, obgleich sie das stereotype Bild einer engstirnigen, belehrenden und herablassenden älteren Generation transportieren. Und natürlich sind Handlungsfreiheit, Sicherheit, Zugehörigkeit und Wertschätzung für die Generation Z zentrale Voraussetzungen einer attraktiven Arbeitsstelle, für uns andere (ältere) aber nicht minder (siehe dazu auch den Blogbeitrag von Christa Walenta). Um nicht in den Kanon einfach kommentarloser Wiedergabe miteinzustimmen, braucht es die Erkenntnis, auch bewährte und bereits im Alltagswissen etablierte Modelle zu hinterfragen.

    Die Leistungsfähigkeit und die Einschränkungen von Typologien

    Wenn Sie also das nächste Mal ein typologisches Modell verwenden, egal ob in einer Forschungsarbeit oder in einem Alltagsgespräch, denken Sie auch darüber nach, was davon eigentlich nur theoretische Erklärung ist und was tatsächlich die Realität beschreiben kann. Bleiben Sie kritisch und fragen Sie nicht nur nach der Leistungsfähigkeit einer Typologie, sondern auch nach ihren Einschränkungen. Im Studium an der FERNFH haben Sie diese Kompetenz erworben.

    Quellen

    Hepp, Andreas/Berg, Matthias/Roitsch, Cindy (2012). Die Mediatisierung subjektiver Vergemeinschaftungshorizonte: Zur kommunikativen Vernetzung und medienvermittelten Gemeinschaftsbildung junger Menschen. In Krotz, Friedrich & Hepp, Andreas (Hrsg.), Mediatisierte Welten. Forschungsfelder und Beschreibungsansätze. Wiesbaden: Springer VS, S. 227-256.

    Jenkins, Henry/Purushotma, Ravi/Weigel, Margart/Clinton, Kathi/Robinson, Alice J. (2009). Confronting the challenges of participatory culture: Media education for the 21st century. Cambridge MA: MIT Press.

    Mannheim, Karl (1928) Das Problem der Generationen. Kölner Vierteljahreshefte für Soziologie, 7, S. 157-184. Prensky, Marc (2001), Digital Natives, Digital Immigrants. On the Horizon, 9(5), S. 1-6. Schulmeister, Rolf (2008). Gibt es eine Net Generation? Widerlegung einer Mystifizierung. In: Seehusen, S., Lucke, U. & Fischer, S. (Hrsg.), DeLFI 2008: Die 6. e-Learning Fachtagung Informatik. Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V.. (S. 15-28).

  • Rechnungswesen – langweilig und fad – was haben Sie davon?

    Rechnungswesen – langweilig und fad – was haben Sie davon?

    Immer wieder erleben wir potenzielle Studierende in den Aufnahmegesprächen, aber auch Studierende zu Studienbeginn, die eine gewisse Unsicherheit oder vielleicht sogar diffuse „Angst“ vor dem Fachbereich Rechnungswesen und Controlling haben.

    Schlechte Erfahrungen mit Buchhaltung?

    Sie bringen vielleicht „schlechte“ Erfahrungen aus der Schule mit oder haben noch gar keine Berührungspunkte mit der Thematik gehabt. Für viele sind auch schon ein paar Jahre vergangen, seitdem Sie das letzte Mal mit Buchhaltung, Kostenrechnung oder Controlling zu tun hatten.

    Und dann kommt das Studium. Mit der Freude über den Studienplatz, kommt oft gleich der Gedanke – „Puh, und gleich zu Beginn kommt die Lehrveranstaltung Rechnungswesen …“.

    Den Erfolg des Unternehmens messen können

    Ja, stimmt – das ist mit Absicht im Curriculum so angesetzt, denn Rechnungswesen ist eine Grundkompetenz der Betriebswirtschaftslehre. Jeder Kaufmann, jede Kauffrau braucht eine gewisse Kompetenz, um das Unternehmen steuern, den Erfolg des Unternehmens messen zu können und die Vermögens- und Kapitalwerte darzustellen.

    Wieso soll mich das interessieren?

    Jetzt können Sie sagen: „Wieso soll mich das interessieren? Ich bin nicht selbständig.“ Gute Frage, leichte Antwort: Jede Führungskraft ist mit Auswertungen, Analysen und dergleichen konfrontiert und um diese lesen und analysieren zu können, bedarf es einer Grundkompetenz. Niemand kann Zahlen oder Berichte lesen, wenn es kein dahinterliegendes Verständnis dafür gibt. Und dazu brauchen Sie kein Unternehmen zu gründen.

    Stellt sich die Frage, was hat es nun mit der Lehrveranstaltung und Thematik Rechnungswesen auf sich? Warum brauchen Sie dieses Fachwissen?

    Liegt da nicht ein Bericht mit Zahlen auf meinem Schreibtisch?

    Klarerweise gibt es zu Beginn Theorie und vielleicht langweilige Praxis, die aber einfach wichtig ist, weil durch das praktische Tun die Zusammenhänge klarer werden. Sie werden aber bald bemerken, diese theoretischen Übungen sind wirklich in der Realität anzutreffen. Haben Sie schon einmal auf Ihren Schreibtisch geschaut? Liegt da nicht ein Bericht mit Zahlen? Oder eine Analyse von Budgets? Oder gibt es Auswertungen zu Personaleinsatz und mögliche Kennzahlen aus dem HR-Bereich?

    Die richtigen Fragen stellen

    Und genau hier soll die Verbindung von der Lehrveranstaltung in die Realität und Praxis geschehen: Sie werden durch Ihre erworbenen Grundkompetenzen und das Fachwissen im Rechnungswesen hinter jedem Bericht die zugrundeliegenden Informationen erkennen. Durch den kompetenzorientierten Aufbau der Lehrveranstaltung können Sie das Fachwissen auch tatsächlich anwenden! Das bedeutet für Sie, Sie können Ihre Expertise in Ihren Arbeitsbereich einbringen und selbständig auch die richtigen Fragen stellen – ohne Abhängigkeit von Expert_innen im Rechnungswesen.

    Dorthin soll es gehen und dazu ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Eintauchen in die Zahlenwelt!

  • Motivationsförderung an der FernFH – ein Beitrag zu den Homeoffice Debatten in Unternehmen

    Motivationsförderung an der FernFH – ein Beitrag zu den Homeoffice Debatten in Unternehmen

    Immer wenn die persönlichen Aufnahmegespräche im Studiengang laufen, erfahre ich vieles über die maßgeblichen Beweggründe, ein Fernstudium anzugehen. Heuer hatte ich den Eindruck Corona hat einen Aspekt unseres Studienangebotes besonders prägnant zum Leuchten gebracht. Die verpflichtenden Präsenztage vor Ort, zwischen den betreuten Onlinephasen, werden fast von allen erstmals – nicht nur als etwas Notwendiges, sondern als etwas ganz Positives angesprochen.

    Präsenzphasen als „soziale Klammer“

    Bei der Fülle an Angeboten am privaten und freien Bildungsmarkt, welche die totale Flexibilität als USP (unique selling proposition – Alleinstellungsmerkmal) hervorheben, ist das für mich bemerkenswert. Wir pflegen in unserem Blended Learning Konzept konsequent drei Präsenzphasen im Semester, wo alle zusammenkommen. Wir sehen darin auch den Wert als „soziale Klammer“ in unserer didaktischen Konzeption (siehe dazu auch Blogbeitrag Herbert Schwarzenberger). Denn es geht eben nicht mehr vorrangig darum, mit der größten Freiheit zu entscheiden, ob man ein Studium jederzeit allein starten kann, oder wie, wann und wo man täglich lernt. Vielmehr haben zwischenzeitlich viele erkannt, wie sehr sie es brauchen zu einer Gruppe, einem Team, einem Jahrgang zu gehören, Leute kennenzulernen, sich auszutauschen, sich selten aber doch persönlich physisch treffen zu dürfen. Die fixen und damit gut planbaren Face2Face-Tage sind also ein großes Thema, ein entscheidendes Motiv für ein Studium an der FernFH.

    Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit

    Als Psychologin weiß ich: Hier geht es um das zentrale Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit. Das Gefühl ein Teil einer Community zu sein, Ansprechpersonen zu haben, die man kennt, denen man vertrauen kann, ein Team zu haben – nicht nur für fachliche Fragen, sondern auch um über Lernprobleme und -techniken, über scheinbar Unwichtiges, Nebensächliches, vielleicht Alltägliches reden zu können. Die Möglichkeit zu haben, sich auch mal vergleichen zu können, denn daraus leiten wir alle Informationen über den eigenen Selbstwert ab. Das sind nicht nur „private“ Bedürfnisse – es sind nicht nur profane Wünsche, nein, es sind fundamentale Voraussetzungen für Motivation und Erfolg.

    Die Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan

    Als Lehrende und Wissenschaftlerin stelle ich daher den neuen Studierenden schon zu Beginn die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (2008) vor, die – wie kaum eine andere Motivationstheorie – überzeugende und praktisch nutzbare Hinweise darauf gibt, worauf es ankommt, damit wir motiviert lernen und arbeiten können. Im Prinzip gilt das für das Studieren ebenso wie für unsere Motivation am Arbeitsplatz.

    Wir alle streben nach der Befriedigung dreier psychologischer Grundbedürfnisse:

    • Autonomie (ich kann selbst bestimmen, wann und insbesondere wie ich eine Aufgabe erledige),
    • Kompetenz (ich kann erkennen, was ich kann und dass ich erfolgreich bin und neues Wissen praktisch anwenden kann) und die
    • soziale Eingebundenheit (ich bin Teil einer Community, kann Beziehungen pflegen, kann mich auf andere verlassen, wenn ich Hilfe und Unterstützung brauche, wenn ich einmal „down“ bin, weil mir alles zu anstrengend wird).

    Auf Basis dieser Erkenntnisse gestalten wir unser Studienangebot, unser Blended Learning Konzept. Es umfasst in der Planung und Umsetzung immer genug Angebote zur Befriedigung der „basic needs“: Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit.

    Ein Modell auch für Unternehmen

    Eigentlich ein Modell, das auch in den Managementebenen von Unternehmen viel mehr Verbreitung finden sollte. Dort scheinen so manche jetzt leider wieder retour zu rudern, das Distance-Remote-Homeoffice-Arbeiten gern wieder möglichst eindämmen zu wollen, so erzählen mir das zumindest meine Bewerber_innen, die in vielfältigen Branchen arbeiten. In Zeiten des Fachkräftemangels und der „händeringenden Suche“ nach gutem Personal ist das keine gute Idee.

    Soziale Eingebundenheit im Unternehmen – wenn man sie lässt

    Die heurigen Studienbewerber_innen haben jedenfalls sehr viel für Ihre berufliche Arbeit durch Corona gelernt und sind perfekt vorbereitet auf ein Fernstudium mit möglichst „kleinem, aber feinem“ vor-Ort Präsenzanteil. Sie sind imstande remote zu arbeiten, sie können virtuell Besprechungen leiten und Projekte im Team abwickeln, sie können Weiterbildungen ohne Probleme online absolvieren, selbständig lernen und übernehmen Verantwortung für ihre beruflichen Aufgaben und Ziele. Sie sind fleißig. Sie wissen mehr denn je um die Bedeutung der Freiheit und Autonomie, die notwendig ist um motiviert an Aufgaben dranzubleiben. Sie brauchen und schätzen die soziale Eingebundenheit in ein Unternehmen, in ihr Team mehr denn je, können aber sehr gut selber einschätzen, wann ein Vor-Ort Treffen erforderlich ist und wann Sie besser im Homeoffice arbeiten – „wenn man sie lässt“.

    Egoistisches Kontrollbedürfnis?

    Bleibt zu hoffen, dass auch die Manager_innen gelernt haben und nicht auf die Idee kommen, die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten und zum Homeoffice aus einem egoistischen Kontrollbedürfnis heraus, wieder rigoros einzuschränken und auf überholte Konzepte wie der Karotte vor der Nase zu setzen, wenn es um Motivationsförderung geht.

    Unsere Alumnis der Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie werden dieses Wissen und ihre Erfahrungen mit dem selbstregulierten Distance-Learning jedenfalls in die Arbeitswelt hinaustragen, hinein in die Unternehmensleitungen, in denen sie hoffentlich bald selbst sitzen.

    Viel Erfolg dabei an alle heurigen Absolvent_innen 2022 und herzlich willkommen an den neuen Jahrgang!

    Referenzen:

     Edward L. Deci, & Richard M. Ryan (2008): Self-Determination Theory: A Macrotheory of Human Motivation, Development, and Health, S. 183. In: Canadian Psychology 49, 182–185

    oder auch https://www.researchgate.net/publication/284515746_Deci_and_Ryan’s_self-determination_theory_A_view_from_the_hierarchical_model_of_intrinsic_and_extrinsic_motivation

  • Analog/Digital – das Beste aus zwei Welten

    Analog/Digital – das Beste aus zwei Welten

    „Digitalisierung in Lehre und Studium bedeutet weit mehr als Vorlesungen zu streamen, Seminare im Netz abzuhalten oder Lehrveranstaltungsunterlagen herunterladen zu können…“

    Mit diesen Worten leitet das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung den Menüpunkt Digitalisierung von Studium und Lehre ein.

    Die Coronapandemie hat der Digitalisierung einen enormen Schub verliehen und mancherorts kann man lesen:

    „Wenn man sich nicht selbst neu erfindet, wird man verdrängt.“

    An der FernFH sind digitale Elemente im hybriden Lernsetting seit Bestehen der Bildungseinrichtung ein fester Bestandteil in unseren Lehr- und Lernsettings. Wir haben Follower bekommen. Viele Fachhochschulen und Universitäten mussten von heute auf morgen ihren Betrieb auf Onlinelehre umstellen, um einen möglichst friktionsfreien Unterricht zu gewährleisten. Nicht immer zur Freude aller Beteiligten. Neues schafft Unsicherheit und Arbeit, Routinen müssen aufgegeben werden, es dauert, bis man sich in einer neuen Umgebung eingewöhnt hat. Und: es geschah nicht ganz freiwillig, das schafft schnell mal Reaktanz. Doch die eingeschränkte Freiheit durch die Pandemie wurde an den Fachhochschulen und Universitäten durch eine neue ersetzt: Anfahrtswege und Wartezeiten fielen weg, die Annehmlichkeiten des Home- oder Mobile Working-Settings wurden gern akzeptiert. Unsere Studierenden kennen diese Form des Lehr-und Lernsettings schon von Studienbeginn an.

    Digitale Elemente in der Lehre überwinden Distanz, schaffen (oft) eine 24/7 Zugriffsmöglichkeit auf Unterlagen und Lerninhalte und ermöglichen Kollaboration ungeachtet des Wohn- und Arbeitsorts und weitgehende Flexibilität in der Selbstorganisation. Im Studium ist es Wissenserwerb auf einer Ebene, die im Arbeitsleben in vielen Branchen längst Einzug gehalten hat.

    Nicht mehr als ein Werkzeug

    Ich möchte der Digitalisierung nicht absprechen, einen enormen Anteil in unserer Arbeits- und Lebenswelt zu haben. Vieles ändert sich schneller als wir selbst. Innovationen, Adaptionen, Neuerungen, Verbesserungen sind uns immer ein Stück voraus. Das Leben ist dadurch einfacher geworden, auch wenn es im ersten Moment komplex erscheint. Dennoch meine ich, Digitalisierung ist ein „Werkzeug“ aber keine Philosophie, es ist plakativ gesprochen vielmehr ein „Transportmittel“ für Austausch, Ideenfindung, Erneuerung, Transfer und vor allem Organisation in seiner Vielschichtigkeit. Dabei ist es für alle Akteur:innen notwendig, sich digitale Kompetenzen anzueignen und entsprechendes didaktisches Know-how und Medienkompetenz aufzubauen um sich gut im digitalen Setting bewegen zu können.

    Und darüber hinaus ist es unerlässlich, OFF-Line Settings beizubehalten, so wie in unserem Blended Learning Format an der FernFH umgesetzt, um Social Distancing, wie wir es aus Pandemiezeiten zur Genüge kennen, zu vermeiden. Denn genau die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, was wir unabhängig von den digitalen Möglichkeiten ebenso brauchen, um ein freudvolles und sinnerfülltes Arbeits-, Studien-, und Privatleben zu führen: soziale Nähe.

  • Wie gehe ich das Studium an? Malen nach Zahlen oder Paint with the Flow?

    Wie gehe ich das Studium an? Malen nach Zahlen oder Paint with the Flow?

    Wir an der FernFH sind in der Fernlehre verankert. Wir sind flexibel, leben Inklusion und geben den Studierenden die Möglichkeit, zeit- und ortsunabhängig zu studieren. Der Rahmen ist vorgegeben. Die Herangehensweise, wie ein Bildungswerk im Detail ausgestaltet sein kann, ist dennoch individuell. Wenn sich jemand für die Themenkreise, welche die FernFH anbietet interessiert, dann noch die Zugangsvoraussetzungen erfüllt und den Eignungstest besteht, stehen einem für ein flexibel angelegtes Studium Tür und Tor offen.

    Gibt es Stolpersteine?

    Äußere Rahmenbedingungen und Struktur sind gegeben. Ja, das ist richtig. Aber der Rahmen bestimmt ja noch nicht den Inhalt des Bildes und dies sollte schon auch Berücksichtigung finden. Wer Künstler seines eigenen Bildungswerkes (BA, MA Abschluss) sein will, sollte sich darüber im Klaren sein. Oder zumindest reflektieren, wie die Ausgestaltung aussehen könnte. Bezeichnen wir den äußeren Rahmen des eigenen Bildungswerks als strukturellen Rahmen, dann beinhaltet dieser die studienzeitlichen, curricularen, finanziellen und rechtlichen Aspekte des Studiums. Die persönlichen Rahmenbedingungen werden individuell abgesteckt. Dabei sind Fragen hilfreich, wie z.B.: „Was interessiert mich besonders? Wo möchte ich in 5 Jahren sein? Welche privaten oder beruflichen Ziele möchte ich verfolgen? Wie sieht meine Kosten-Nutzenanalyse aus?“ Hier kommen zwei Aspekte der Motivation zum Tragen, die ich genauer betrachten möchte.

    Intrinsisch, extrinsisch, oder beides?

    Während uns die intrinsische Motivation unabhängig von positiven Konsequenzen antreibt, quasi die Freude am Malen darstellt, sind bei der extrinsischen Motivation die erwarteten externen Konsequenzen unser Motor. Zum Beispiel, wenn wir für unser Bild gelobt werden.

    Extrinsisch Motivierte antizipieren mit Ihrer Ausbildung möglicherweise die in Aussicht gestellte Beförderung oder Anerkennung im persönlichen und beruflichen Umfeld. Sie wollen oder müssen sich bilden und wählen auf Basis ihrer Interessen eine Studienrichtung. Der Studienverlauf ist klar und die einzelnen Lehrveranstaltungen werden sukzessive „absolviert“. Der Lohn der Arbeit ist die Note am Ende der Lehrveranstaltung. Das Zeugnis am Ende des Semesters. Die Abschlussprüfung am Ende des Studiums. Und möglicherweise ein Kurswechsel im Berufsleben. Es ist Malen nach Zahlen. Aus Teilschritten entsteht ein Gesamtbild.

    Intrinsisch Motivierte haben ein tiefergehendes Interesse an der Thematik, haben Freude am Problemlösen, sind an der Sache selbst interessiert und erfahren dadurch einen gesteigerten Selbstwert. Die personellen Fähigkeiten harmonieren mit den gestellten Anforderungen. Dieser positive Zustand kann sich so weit steigern, dass man im Tun völlig aufgeht. Flow stellt sich ein. Es entsteht ein von individuellem Erkenntnisgewinn geprägtes Kunstwerk, an dem Stunden gearbeitet und immer wieder Feinschliff vorgenommen wurde, bis man mit seinem persönlichen Ergebnis zufrieden ist.

    Der Lohn ist IHR Bildungswerk

    Beide Formen der Motivation haben Ihre Berechtigung und müssen sich nicht kannibalisieren. Beide Herangehensweisen werden im Rahmen eines Studiums gefordert und gefördert. Die unterschiedliche Ausgestaltung der Curricula und Studiengänge macht dies möglich. Motivation, Selbstdisziplin und Freude am Wissenserwerb sollten Sie in Ihrem Malkasten mitbringen. Die Leinwand und den Rahmen stellen wir.

    Literaturtipps zur Thematik:

    Heckhausen, Jutta/Heck hausen, Heinz (Hrsg.) (2006). Motivation und Handeln. Springer: Heidelberg

    Kirchler, Erich/Walenta, Christa (2010). Motivation. facultas wuv: Wien

  • Studienstart und der Delay of Gratification: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Marshmallow mehr!

    Studienstart und der Delay of Gratification: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Marshmallow mehr!

    Im kommenden Wintersemester werden wir wieder unsere neuen Studierenden an der FernFH begrüßen dürfen. Sie alle haben sich einem mehrstufigen Aufnahmeprozess unterzogen, der auch intensiv vorbereitet werden musste. Berufsbegleitend flexibel zu studieren, wie es die FernFH in den Studien- und Lehrgängen anbietet, bedeutet auch, dass man sich der Einschränkungen bewusst wird, die in den kommenden Semestern mehr oder minder intensiv auftreten werden. Sich einen Hochschulabschluss als Ziel zu setzen, bedeutet für jede und jeden in gewisser Weise auch andernorts zurückstecken zu müssen. Sei es in der Freizeitgestaltung, bei familiären Angelegenheiten oder aber auch im Freundeskreis.

    Dabei ist das System ganz einfach: Will ich etwas erreichen, muss ich dafür etwas tun. Vielleicht ist es deshalb auch ganz gut, dieses „etwas tun“ nicht als negativ zu konnotieren.

    Am Anfang war die Strategie

    Wie schaffen wir es, im Moment oder für eine längere Zeit zu verzichten, um dann später mehr zu erhalten? Da war doch der Marshmallow Test?  Das Belohnungsaufschub-Paradigma erklärt, dass wenn ich auf eine sofortige Belohnung oder auch Befriedigung eines Bedürfnisses verzichte, ich zu einem späteren Zeitpunkt eine höherwertige Belohnung erhalte (Mischel & Mischel, 1973, S. 257; Mischel, 1968, S. 81 ff.). In Studien zeigte sich, dass die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub den zukünftigen akademischen Erfolg vorhersagen lässt.

    Der Academic Delay of Gratification definiert die Fähigkeit von Studierenden, aktuellen Impulsen und Ablenkungen nicht nachzugeben und den Fokus auf den zukünftigen akademischen Erfolg auszurichten (vgl. Bembenutty & Karabenick, 1997). Die Autor_innen fanden heraus, dass die Willensintension gepaart mit selbstregulierenden Maßnahmen maßgeblich am akademischen Erfolg beteiligt sind.

    Tools die helfen…(und kollegiale WissBlog-Beiträge, die das thematisieren)

    Innerhalb der kommenden Semester ist selbstreguliertes Lernen sicherlich der Aspekt der den Bogen über alle vermittelten Inhalte spannt. Dabei geht es auch darum, eine Work-Life-Learn Balance zu halten, die einen positiven Abschluss möglich macht. Diesen Spagat zu schaffen ist nur temporär, das ist schon mal ein positiver Aspekt. Und die Erfahrung hat gezeigt, dass es viele Strategien gibt, die Sie sich zurechtlegen können, um den positiven Abschluss auch wirklich in die Tasche zu stecken.

    Selbstreguliert heißt nicht, allein über den Büchern zu brüten und sich Wissen anzueignen. Das Studium und die Aufbereitung der Lerninhalte bieten eine Fülle von Möglichkeiten der Interaktivität. Die Lehrenden bieten Sprechstunden und Foren für Fragen, die Peergruppen fördern den Austausch und Diskurs zu den Themen und virtuelle Meetings fördern Kooperation. Darüber hinaus werden Videos, Quizze und auch interaktive neue Tools zur Vertiefung angeboten.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, gehen Sie mit Herz und Hirn an das Studium heran, schaffen Sie sich Lernzeiten und Reflexionszeiten, seien Sie in diesen Phasen aktiv. Ein Stundenplan wie aus der Volksschule kann hier wertvolle Hilfestellung bieten. Planen Sie auch OFF-Zeiten ein und das ohne schlechtes Gewissen. Sie tun gut! Und lassen Sie sich die größere Menge Marshmallows, die später folgen, schmecken. Auch wenn diese vielleicht nur als Platzhalter für andere Belohnungen hinhalten dürfen. Es lohnt sich!

    Literatur:

    Bembenutty, H.& Karabenick, S. (1998). Academic delay of gratification. Learning and Individual Differences, 10(4), 329–346.

    Mischel, Harriet N./Mischel Walter (1973). Readings in Personality. New York: Holt, Rinehart and Winston.

    Mischel, Walter (1968). Personality and Assessment. New York: Wiley.

    Mischel, W., Shoda, Y., & Peake, P. K. (1988). The nature of adolescent competencies predicted by preschool delay of gratification. Journal of Personality and Social Psychology, 54(4), 687–696

    Online: https://www.youtube.com/watch?v=jQvBrEEYS20&feature=youtu.be (Abruf am 04/08/20)

  • Open Book Prüfungen? Nicht nur bei Schummel-Paranoia angesagt

    Open Book Prüfungen? Nicht nur bei Schummel-Paranoia angesagt

    Prüfungen an den Hochschulen wurden in den letzten Monaten auf einen Schlag digitalisiert und online abgewickelt. Nicht ohne eine gehörige Portion an Schummel-Paranoia seitens konservativer Bildungsbehörden und der Fernlehrskeptiker_innen sowieso. Diverse Verordnungen, Richtlinien und Rückfragen seitens studienrechtlich verantwortlicher Stellen machen sichtbar, dass vielerorts scheinbar mehr und öfter darüber nachgedacht wird, wie das Schummeln von Studierenden verhindert und aufgedeckt werden kann, als darüber, wie sinnvolle Prüfungen und Prüfungsaufgaben erstellt werden können. 

    Procter Systeme – das Ausleuchten des Wohnzimmers mit der Kamera – audiovisuelle Überwachung und Analysen mittels Künstlicher Intelligenz sind beliebte Diskussionsthemen. Unweigerlich geistern da Erinnerungen an Foucaults Buch „Überwachen und Strafen“ durch meinen Kopf. Das kann doch nicht „Lernen und Prüfen“ im Jahr 2020 sein!

    Was Prüfungen betrifft ist es derzeit jedenfalls so: Wenn vorher Wissensüberprüfung vermeintlich streng kontrolliert werden konnte und die Aufsichtspersonen – bemüht neutral dreinblickend – durch die freien Reihen des Hörsaals patrouillierten, sitzen heute viele Studierende zuhause, vielleicht sogar mit ihrem Notebook im Doppelbett, neben dem Gitterbett im Schlafzimmer oder aber hoffentlich an ihren Schreibtischen im halbwegs ruhigen Arbeitszimmer, und legen online schriftliche Prüfungen ab. 

    Wie das möglich ist? Mit Open Book Prüfungen, einer Form der Prüfungsgestaltung, die bei innovativen Lehrenden schon lange einen fixen Platz in der Lehre haben. Weil sie sinnvoll sind. Sie zeigen, ob Studierende Fähigkeiten erworben haben, die über stures Pauken und Auswendiglernen weit hinausgehen. In Open Book Prüfungen wird nach Lösungen für realitätsnahe Problemstellungen gefragt, die nur entwickelt werden können, wenn Studierende über fundiertes Wissen verfügen und dieses auch eigenständig und kritisch miteinander vernetzen können. Logisch, dass dabei Nachschlagen in Büchern, Skripten oder Mitschriften in der Prüfungssituation zugelassen ist. Genauso, wie das im beruflichen Alltag der Fall wäre.

    Bei Open Book Prüfungen sind die erlaubten Hilfsmittel vorab festgelegt und allen bekannt. Studierende können eine solche Prüfung aber nur bestehen, wenn Sie das grundlegende fachliche Wissen, vielleicht sogar im Schlaf, abrufen könnten. Sollte aber ein Detail, eine Kleinigkeit, eine Formel für den Lösungsweg fehlen, dann ist es erlaubt diese Information rasch nachzuschlagen. Genauso, wie das im beruflichen Alltag der Fall wäre.

    Das ist auch die Grundidee von Open Book Prüfungen.

    Das Positive: Open Book Prüfungen befeuern eine neue Lehr-Lernkultur

    • Studierende werden und sollen sich nicht auf das auswendig lernen fixieren. Wenn man von fünf Elementen eines Modells eines nicht frei abrufen kann, ist das nicht tragisch. Das nimmt Angst und gibt Sicherheit.
    • „Bulimie-Lernen“ wird verhindert und Wissen wird langfristig abgespeichert: Wer kennt nicht das Phänomen, dass in der knappen Zeit kurz vor der Prüfung noch große Stoffmengen in das Hirn hineingestopft, bei der Prüfung einiges wieder ausgespuckt und schon nach ein paar Tagen das Wissen nicht mehr abgerufen werden kann?  
    • Studierende werden mehr am Verstehen arbeiten, sich stärker an den Lernzielen orientieren und fragen: Was sollte ich nach einer Lehrveranstaltung können? Und nicht: Was muss ich für die Prüfung wissen?
    • Lehrende werden ihre Aktivitäten und Aufgaben stärker nach den vereinbarten Lernzielen ausrichten. Zentraler Fokus wird, was die Studierenden am Ende der Lehrveranstaltung können sollen und nicht, welche Inhalte in diesem Fach unbedingt durchgenommen werden sollen.
    • Bereits diese wenigen Beispiele zeigen, dass allein eine Prüfungsmethode zu einer Veränderung im Lehr- und Lernprozess beitragen kann. Dazu will ich ein anderes Mal gern mehr berichten.

    Das Schwierige: Open Book Prüfungen verringern nicht den Lernaufwand und erfordern profundes Fachwissen

    Die Prüfungszeit ist beschränkt, aber vor der Prüfung ist viel mehr Zeit als in der Prüfung.

    Studierende dürfen jederzeit nachschauen, wenn Sie etwas nicht wissen. Und das ist auch die größte Falle, in die sie anfangs tappen. Wissensbestände nicht verknüpft, nicht hinterfragt, mit niemandem darüber geredet, niemals an einem Beispiel angewendet, niemandem erklärt und nicht verstanden? Dann wird die Zeit schon um sein, wenn die Beantwortung der ersten Frage gerade fertig ist. Nachschlagen kostet Zeit und der Umstand, dass es erlaubt ist, kann dazu führen, dass sich Studierende schlechter vorbereiten und weniger lernen. Dass sie dann bei Open Book Prüfungen schlechter abschneiden, zeigen leider auch neue Studien (zB. Rummer, Schweppe & Schwede, 2019).

    Antworten zu Open Book Prüfungsfragen sind nicht einfach an einem Ort in den Unterlagen, auch nicht im Internet zu finden.

    Genauso ist es in der beruflichen Praxis: klar kann man alles nachschlagen, aber ob das in der letzten Verhandlungsrunde mit einer wichtigen Firmenpartnerin oder bei der Präsentation angesagt ist, in der die Geschäftsergebnisse zur Sprache kommen, sei dahingestellt. Auch wer sich mit seinen Argumenten in vielfältigen Arbeitsituationen durchsetzen will, oder eine andere Person in einer konkreten Sache gut beraten will, muss auf eine Fülle von Wissen aus dem Stegreif zurückgreifen können; muss verschiedene Wissensbestände anzapfen und verknüpfen und auf ein bestimmtes Problem umlegen und Alternativen aufzeigen können. Ist das nicht gerade der Unterschied zwischen wissenden und gebildeten Menschen?

    Die Schwierigkeit von Open Book Prüfungsfragen ist hoch.

    Die Vorbereitung auf Open Book Prüfungen muss geübt werden. Es fällt Studierenden nach jahrelangem Üben des Auswendig-Lernens vermutlich leichter, eine Reihe von Fakten aus dem Gedächtnis abzurufen und aufzuzählen, als ein Modell konsequent an einem konkreten Beispiel logisch und nachvollziehbar zu erklären. Oder: Fünf Vokabeln in einer Fremdsprache zu lernen ist einfacher, als einen sinnvollen Text mit diesen fünf Wörtern zu schreiben. Ich habe nicht erst einmal von Studierenden gehört, dass Sie „normale Wissensprüfungen“ einfacher erleben als die Ausarbeitung von Aufgaben und Fallbeispielen im Rahmen immanenter Leistungsüberprüfungen. Auch die Lehrenden sind gefordert: Weder die Entwicklung der Prüfungsaufgaben noch die Korrektur der individuellen Lösungswege ist einfach und bedeutet erst einmal Umstellung und zusätzlichen Aufwand.

    Tipps zum Mitnehmen: Wie sich Studierende gut auf Open Book Prüfungen vorbereiten können

    Verstehe die Fakten zu den Erwartungen:

    • Welche Art von Fragen kommen zur Prüfung (MC-Fragen, Kurzantworten, Fallanalysen mit Wortbegrenzungen)? Wie viele Fragen kommen und wie umfassend sollen Antworten sein?
    • Wie lange habe ich insgesamt Zeit und welche Materialien darf ich verwenden? Müssen Quellen angeführt werden?

    Investiere in die perfekte Vorbereitung der Hilfsmittel:

    • organisiere Hilfsmittel mit System, um die gesuchten Informationen schnell zu finden: nach Kapitel, nach Themen, nach möglichen Anwendungsbeispielen 
    • Post-its nutzen und alle Bücher oder Skripten damit farbig bestücken
    • Schlüsselwörter im Text markieren oder Kommentare an den Rand schreiben

    Erstelle kompakte Zusammenfassungen der Inhalte:

    • Dinge, die man sich schwer merken kann und die man sonst auf Schwindelzettel schreibt
    • Handschriftliches Zusammenfassen wirkt übrigens zusätzlich lernförderlich! (Hotz, 2016)

    Nutze den positiven Testeffekt:

    • Wir lernen schneller, wenn wir uns selbst testen oder uns gegenseitig abfragen (Argawal et al, 2017): also lieber Quizzes und Karteikarten bearbeiten oder anderen Inhalte anhand eines Beispiels erzählen als den Text ständig wiederholen und lesen.

    Entspann Dich:

    • weil es nicht entscheidend ist, ob einem von 7 Sachen einmal nur 6 einfallen.
    • Genauso wie das im beruflichen Alltag der Fall ist!

    Quellen und Empfehlungen zum Weiterlesen:

  • Was ist für wen „normale“ Lehre?

    Was ist für wen „normale“ Lehre?

    Was bedeutet „normale“ Lehre? Was ist „normal“? Nach der Meinung vieler Menschen: Normal ist was die meisten Leute tun. Alle anderen Sachen sind einfach anders.

    Auch bei der Lehre ist das so. Wenn man täglich – oder mindestens viermal in der Woche – auf die Fachhochschule (FH) fährt, ist das normal. Wenn man nur dreimal im Semester zur FernFH fährt, ist es einfach anders. Das sind wir.

    Unsere Lehre ist die Fernlehre.

    Ich war 13 Jahre lang in der „normalen“ Lehre tätig. Jeden Tag war ich an der FH, habe meine Vorlesungen, Programmierstunden oder etwas ähnliches gehalten. Das heißt: um 6:00 in der Früh aufstehen, um 7:30 in der Arbeit sein, bis 15:00 Uhr unterrichten. Dann natürlich noch Tests verbessern, ein paar Fragen beantworten, Bachelorarbeiten betreuen usw. Jeden Tag, von Montag bis Freitag.

    Heute bin ich nicht mehr in der „normalen“ Lehre tätig, sondern in der Fernlehre. Das schaut ganz anders aus, da die Studierenden nur sechs Tage im Semester an der FernFH anwesend sind.

    Oder doch nicht?

    Ich stehe um 6:00 auf, um 7:30 bin ich in der Arbeit. Ich arbeite zirka bis 16:00 Uhr. Jeden Tag, von Montag bis Freitag. Gibt es dann einen Unterschied? Ja. Ich halte nicht jeden Tag Vorlesungen, Programmierstunden oder etwas ähnliches.

    Bei der „normalen“ Lehre sind in einem Kurs mindestens 25 Studierende. In diesem Fall hat man zwei Optionen:

    • während des Programmierens entweder alle Fragen beantworten und fast gar nicht im Stoff weiterkommen, oder
    • fast keine Fragen beantworten und im Stoff einfach weitergehen.

    Beides ist keine gute Lösung. Wir haben uns darüber noch keine Gedanken gemacht, dass die Studierenden unterschiedliche Niveaus im Programmieren haben …

    An der FernFH habe ich oft 80 statt 25 Studierende. Aber diese 80 Studierenden lernen alles selbst. Einige erst in der letzten Woche, andere schon ab der ersten Woche des Semesters.

    Die Zeit können sie sich selbst einteilen, und sie können jederzeit Fragen stellen.

    Es gibt die Möglichkeit, die Unsicherheiten untereinander zu besprechen, oder mich zu fragen. Dafür bin ich da.

    Meine Aufgabe ist es, die Studierenden zu unterstützen.

    Egal ob sie den Stoff in einer Woche oder in drei Monaten durcharbeiten können. Natürlich müssen es alle bis zur Prüfung schaffen.

    Ich habe jetzt einen großen Vorteil, der in der „normalen“ Lehre nicht möglich war: es gibt endlich Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden. Es gibt genug Zeit, Fragen zu beantworten, neue Beispiele auszuarbeiten, sofortiges Feedback zu geben. Wenn Wichtiges fehlt, kann ich per Skype auch wöchentlich Vorlesungen anbieten.

    Jede_r Studierende kann im eigenen Tempo weitergehen, muss keinen Stress wegen Fragen haben, sich Sorgen machen was die anderen glauben, wenn sie etwas fragen, …

    Komischerweise hatte ich während der 13 Jahre in der „normalen“ Lehre viel weniger Kontakt mit meinen Studierenden gehabt, als im letzten Jahr an der FernFH – trotzdem wir uns jede Woche gesehen haben.

    Das macht mich glücklich.

    Ich kann Studierende jetzt richtig unterstützen und nicht nur lehren. Kann ihnen die Kenntnisse, die sie brauchen, vermitteln.

    Ich hoffe, dass das meine Studierenden auch glücklich macht und viel Freude beim Lernen bringt!

    Wir haben aber jetzt eine Sondersituation….

    Seit Montag 16.03.2020 dürfen aufgrund der Situation in Zusammenhang mit COVID-19 keine Studierenden mehr im Hochschulbereich vor Ort zu sein. Sie müssen alles von zu Hause erledigen. Kein Frontalunterricht, keine Präsenzveranstaltungen, keine persönlichen Gespräche mit den Betreuer_innen und/oder Studienkolleg_innen.

    Das ist eine sehr spezielle Situation.

    Die Studierenden müssen sich darum kümmern, alles alleine zu besorgen und zu erledigen.

    Die Lehrenden müssen alle Lernunterlagen irgendwie den Studierenden mitteilen, Skype oder Teams Gruppen erstellen, statt persönliche Kontakte alles online machen.

    Für uns an der FernFH ist das eigentlich ganz normal.

    Oder doch nicht? Wir dürfen auch nicht mehr an die FernFH gehen, wir müssen von zu Hause arbeiten. Natürlich vermisse ich meine Kolleg_innen sehr. Es ist schön zu Hause zu sein, aber man braucht soziale Kontakte. Wenn ich dieses Gefühl habe, mache ich einen Kaffee für mich, und skype mit meinen Kolleg_innen. Wir trinken gemeinsam einen Kaffee. 🙂

    Von der Arbeitsseite her ist es eigentlich nicht anders. Ich bereite meine Online-Tests vor, ich betreue meine Studierenden, wie immer – ONLINE.

    In unserer Arbeit gibt es zum Glück keine Pause, keine große Besonderheit – außer, dass unsere FernFH am 17.03.2020 die ersten Online-Abschlussprüfungen in Österreich erfolgreich durchgeführt hat. Sonst läuft alles, wie gewohnt.

  • Studieren aus der Ferne = Überwinden von Distanz

    Studieren aus der Ferne = Überwinden von Distanz

    Bei aller Liebe zu meinem heutigen Job: Das Wort Fernstudium verband ich früher stets mit Distanz. Lernende und Lehrende sitzen nicht am selben Ort. Ja, sie können tausende Kilometer voneinander entfernt und verstreut sein. Es besteht die Gefahr der Isolation – auf allen Seiten. Spätestens in meiner ersten Online-Lehrveranstaltung wurde ich zum Glück eines Besseren belehrt. Soviel Diskussion und intensiven fachlichen Austausch mit so vielen verschiedenen Leuten hatte ich in meiner ganzen eigenen Studienzeit an einer Präsenzuni nicht erlebt.

    Leider geht es aber auch in Online-Kursen, die auf modernsten Technologien basieren, oft noch schlimmer zu als in einem Hörsaal bei einer total antiquierten Frontal-Vorlesung samt Overhead-Nutzung. Alle scheinen zu schlafen. Niemand beteiligt sich. Fragen bleiben unbeantwortet, die wenigen Postings Einzelner unkommentiert. Denn nur weil die Gelegenheit besteht, sich rund um die Uhr zu unterhalten, bedeutet das noch lange nicht, dass die Kommunikation über die Distanz auch tatsächlich funktioniert.

    An der FernFH haben wir uns vorgenommen, Bildungsbarrieren abzubauen und das bedeutet in unserem Kontext eben auch, die Hürden der Online Kommunikation zu nehmen und den so genannten „Digital Divide“ zu überbrücken. Das bedeutet Chancengleichheit beim Einsatz von modernen Technologien im Bildungsbereich zu fördern sowie Kompetenzen für die Nutzung der neuen technischen Möglichkeiten zu entwickeln.

    Es ist eine zentrale und nicht gerade triviale Herausforderung in der Lehre, Räume online so einzurichten, dass individuelles und gemeinsames Lernen unterstützt und die Nachteile geringerer Zeiten für persönlichen face-to-face Austausch oder auch die fehlende nonverbale Kommunikation kompensiert werden.

    Die Technologik in Online-Kursen: Die Möglichkeiten für intensive Online-Kommunikation sind grenzenlos

    In Online-Kursen steht eine große Palette an technischen Hilfsmitteln zur Verfügung. Michael Moore und Greg Kearsley unterscheiden in ihrem anerkannten Handbook drei Interaktionsmodi:

    • „Learner to Content“: Die Auseinandersetzung mit Inhalten entlang von Materialien in Form von Videos, Podcasts, Glossaren, Quizzes, Texten, Bildern.
    • „Learner to Learner“: Der unmittelbare Austausch zwischen Studierenden untereinander via Chats, via Foren, via Blogs oder auch Wikis.
    • „Learner to Teacher“: Die Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden mittels Tools wie synchronen Online Meetings, persönlichen Videos, Webinaren oder asynchronen Diskussionsforen und e-mails.

    Für alle angeführten Beispiele gibt es mittlerweile geniale technische Lösungen, mit deren Hilfe Distanzen überwunden werden können – und über deren vielfältige Einsatzmöglichkeiten ich gern in einem späteren Beitrag mehr erzähle.

    Studierende können recht frei wählen, mit welchen Mitteln sie Kontakt aufnehmen wollen, um sich auszutauschen. Lehrende können durch die Wahl verschiedener Medien und Lösungen gezielt den unterschiedlichen Vorlieben der Studierenden entgegen kommen. Abseits der technischen Möglichkeiten liegt es vor allem an der jeweiligen Person, wie und ob die Möglichkeiten genutzt werden. Die technischen Möglichkeiten sind stets nur ein Vehikel und garantieren nicht, dass es zu einem lebendigen, begeisternden Austausch kommt oder sich eine Online-Community entwickelt, in der sich Studierende wohl und eingebunden fühlen – und in der sie nicht zuletzt auch gut lernen können.

    Die Psychologik in Online-Kursen: Empathie als „missing link“

    Was braucht es, um Distanz zu überbrücken, Barrieren abzureißen und Grenzen zu überwinden? An erster Stelle: Empathie. Studien zeigen jedoch leider, dass die technologische Vernetzung paradoxerweise von einer Abnahme des Einfühlungsvermögens begleitet wird. Wir alle, Studierende und Lehrende, sollten uns in Online-Kursen daher umso öfter die Frage stellen: Wie geht es dem Menschen auf der anderen Seite – an einem anderen Ort vor einem anderen Computer?

    Online Studieren heißt sich öffnen und sichtbar werden

    Studierende wünschen sich viel Kontakt zu ihren Peers und den Lehrenden. Sie lieben den informellen lockeren Austausch über den Beruf, über Fragen beim Lernen und darüber, wie unlustig es ist, den Freund_innen absagen zu müssen, weil schon wieder eine Prüfung ansteht.

    Studierende haben häufig Hemmungen, sich zu öffnen, die eigene Meinung oder eine konstruktive Kritik zu formulieren, die eigene Position zu argumentieren und auch gegen Widersprüche zu vertreten. Das gilt natürlich auch für ein Präsenzseminar, aber im Internet verschärft sich dies noch, weil es viel leichter ist, „unsichtbar“ zu bleiben. Auch gibt es von Natur aus zurückhaltende oder ängstliche Persönlichkeiten, die lieber beobachten und zuhören, sich nicht so gern mit Persönlichem herauswagen. Und es gibt Studierende, die schlichtweg keine Lust haben, sich zu beteiligten, die lieber zuwarten bis andere Beiträge schreiben und die auf ein Trittbrett zum Mitfahren warten.

    Neues lernen heißt insbesondere in Online-Räumen etwas riskieren und die Grenze zwischen dem inneren Selbst und dem öffentlichen Selbst überschreiten: Wenn ich eine Frage hinschreibe, wird sichtbar und dokumentiert, dass ich etwas nicht verstehe, dass ich Hilfe brauche und ohne eine klärende Antwort gerade nicht weiterkomme. Das erfordert Mut und Überwindung.

    Online Lehren heißt Technik und Menschen „verkuppeln“

    Die Fortschritte bei der Etablierung der Online-Lehre an österreichischen Hochschulen sind noch überschaubar. Das liegt zum Teil am Beharrungsvermögen der Bildungspolitik und der Hochschulorganisationen, aber auch daran, dass viele Lehrende sich nur langsam für die Nutzung von E-Learning erwärmen können und es ihnen auch an Unterstützung fehlt.

    Tatsächlich zeigt sich, dass es gar nicht einfach ist, neben der fachlich inhaltlichen Gestaltung, auch die erprobten Kommunikations- und Moderationskompetenzen aus der Präsenzlehre in den Online Raum hinüberzuretten. Lehrende können nicht unmittelbar erkennen, ob gerade alle einschlafen, die gelangweilt Augen verdrehen oder aber interessiert und motiviert am Lernen sind. Daher gilt es aktiv Fragen zu stellen, die Themen und Lernziele anzukündigen, auch wenn sie schon im Syllabus und den Lehrmaterialien stehen. Es gilt, persönliche Präsenz zu zeigen und immer wieder neu einen lebendigen Austausch anzufachen und zu moderieren.

    Manche Lehrende vermissen online noch die Energie und Interaktivität im Vergleich zur Präsenz, andere vermissen ihre Bühne, den spontanen Witz und Humor, der unsere menschlichen face-to-face Kontakte so unwiderstehlich macht. Bei der Begleitung von Online Studierenden wird auch Hierarchie – nein, nicht Autorität! – abgebaut und man begibt sich in eine dienende Rolle, bestenfalls in eine Coachingrolle. Es gilt genau hin zu hören, was Studierende schreiben, und es ist auch einmal notwendig, zwischen den Zeilen zu lesen und daraus schlau zu werden, nur um dann erst wieder nachzufragen. Ja, online sind Lehrveranstaltungen intensiver zu planen, sehr gut vorzubereiten und sehr aufmerksam zu betreuen.

    Jedes Mal, wenn es uns gut gelingt, technologische und menschliche Distanzen zu überwinden, warten schöne berufliche Erfahrungen, Überraschungen und vor allem neue Erkenntnisse auf uns. Es eröffnen sich neue Wege in der Welt des Lehrens und Lernens. Aber das ist schon eine nächste Geschichte …

    Literaturlinks:

    • Moore, Michael, & Kearsley, Greg (1996). Distance education: A systems view. Belmont, CA: Wadsworth Publishing
    • Konrath, Sara (2013). The empathy paradox: Increasing disconnection in the age of increasing connection. In Handbook of Research on Technoself: Identity in a Technological Society, Rocci Luppicini (Ed.),(p.204-228) IGI Global